Die Pläne für den neuen Toyota könnten an ein neues Team verkauft werden

Formel 1 2009

— 12.11.2009

Toyota-Know-how für die neuen Teams?

Nach dem Ausstieg aus der Formel 1 könnte Toyota sein 2010er-Design an eines der neuen Teams verkaufen - US F1 zu Besuch in Köln

Teampräsident John Howett hat bereits klargestellt, dass Toyota seinen Formel-1-Rennstall trotz des Ausstiegs aus der Königsklasse nicht zu verkaufen gedenkt. Stattdessen gilt als wahrscheinlich, dass der Standort Köln personell verkleinert und für neue Projekte, etwa ein Comeback bei den 24 Stunden von Le Mans, umfunktioniert wird.

Das bedeutet, dass die bereits weit vorangeschrittenen Pläne für den TF110, der in der kommenden Saison zum Einsatz kommen hätte sollen, in der Tonne landen werden. Oder doch nicht? Denn offenbar will Toyota zwar nicht das komplette Team verkaufen, sehr wohl aber einzelne Elemente wie etwa die Pläne für das neue Chassis. Diese könnten für einen der neuen Formel-1-Rennställe von großem Nutzen sein.

Wie 'Motorsport-Total.com' erfahren hat, statteten Vertreter von US F1 der Toyota-Fabrik in Köln diese Woche einen Besuch ab. Zwar entzieht sich unserer Kenntnis, ob die Herren mit einem Koffer voller Designakten zurück nach Charlotte geflogen sind, doch dass es bei den Gesprächen um genau dieses Thema ging, darf man annehmen. US F1 könnte das Know-how aus Köln mit dem eigenen verschmelzen und in die Entwicklung des 2010er-Chassis einfließen lassen.

"Das wäre natürlich sinnvoll, wenn die das übernehmen, denn die kriegen da drüben sowieso kein Auto fertig", meint 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer. Der Schweizer hätte sich auch vorstellen können, dass Lotus wegen der früheren Verbindung zwischen Mike Gascoyne und Toyota in Köln auftaucht, doch die Trennung zwischen Gascoyne und Toyota erfolgte im April 2006 zwar offiziell im gegenseitigen Einvernehmen, inoffiziell aber nicht freundschaftlich.

Sollte es zwischen US F1 und Toyota zu keiner Einigung kommen, dann könnte laut 'Le Parisien' auch Manor Interesse an den Designplänen zeigen. Manor-Konstrukteur Nick Wirth ist zwar mit seinem eigenen Projekt, das ohne Windkanal ausschließlich mit Hilfe von CFD-Programmen entstehen soll, bereits weit vorangeschritten, doch im Gegensatz zu Campos (Dallara) und Lotus (Aerolab) hat Manor keinen externen Entwicklungspartner mit Erfahrung im Rennwagenbau.

Ebenfalls zum Verkauf steht laut Informationen des Fachmagazins 'Racecar Engineering' jenes Design, das Lola entwickelt hatte, bis die Einschreibung des Teams für die Saison 2010 von der FIA abgewiesen wurde. Angeboten wird konkret ein 50-Prozent-Windkanalmodell mit der Typenbezeichnung MB-01. Lola-Geschäftsführer Martin Brundle betont aber: "Noch ist niemand deswegen auf uns zugegangen."

Fotoquelle: Toyota

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