Ross Brawn und Jenson Button feilschen immer noch um das Gehalt

Formel 1 2009

— 12.11.2009

Button-Manager: "Verlangen nichts Unverschämtes"

Ross Brawn will Jenson Button persönliche Sponsoren anbieten, Button selbst wünscht sich aber eine höhere Fixgage für nächstes Jahr

Nach wie vor gibt es keine Einigung zwischen Jenson Button und dem Brawn-Team, was einen Vertrag für die kommende Saison angeht. Wie in den vergangenen Tagen durchgesickert ist, spreizen sich die Verhandlungen derzeit am Geld, denn Button fordert als amtierender Weltmeister naturgemäß eine Gehaltserhöhung.

Ross Brawn deutete erst diese Woche an, dass er die finanziellen Forderungen seines Schützlings (knapp neun Millionen Euro pro Jahr) wohl nicht erfüllen wird. Stattdessen liegt das Angebot auf dem Tisch, dass sich Button persönliche Sponsoren suchen und damit seine Gage aufbessern darf. Ein solches Schema bietet für den Fahrer einerseits die große Chance, eine Menge Geld zu verdienen, aber keine finanzielle Sicherheit - gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Dementsprechend hält sich die Euphorie von Button-Manager Richard Goddard in Grenzen: "Wir verlangen nichts Unverschämtes", wird er vom 'Daily Express' zitiert. "Drei Monate, bevor Honda im vergangenen November ausgestiegen ist, hat Jenson einen Vertrag unterzeichnet, der ihm viel mehr Geld eingebracht hätte als das, was wir jetzt wollen. Wir erkennen, dass sich die Zeiten geändert haben, aber er ist jetzt Weltmeister und das Team hat die Wende geschafft."

Wie gerufen kommt für Goddard in diesem Zusammenhang der Wunsch von McLaren-Mercedes-Hauptsponsor Vodafone, ein Dreamteam mit Lewis Hamilton und Button zusammenzustellen. In Woking spießen sich die Verhandlungen mit Kimi Räikkönen an dessen Forderungen, wie gemunkelt wird. Trotzdem gilt Button nur als Außenseiter auf den zweiten Silberpfeil. Sollte nicht Räikkönen kommen, dann möglicherweise eher ein Deutscher.

Bernie Ecclestone versteht die Feilscherei des Brawn-Teams jedenfalls: "Die Rezession geht an den Fahrern nicht spurlos vorbei, denn wenn die Teams weniger Sponsoren haben, müssen zwangsläufig auch die Gehälter sinken", so der 79-Jährige. Und zum Dreamteam Hamilton/Button sagt er: "Zwei Weltmeister in einem Team wären nicht ideal, aber Brawn und Button veranstalten vielleicht ohnehin nur ein Geplänkel. Die werden schon eine Lösung finden."

Fotoquelle: xpb.cc

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