Flavio Briatore will die lebenslange Sperre nicht auf sich sitzen lassen

Formel 1 2009

— 12.11.2009

Briatore und Symonds ziehen vor Gericht

Flavio Briatore will die lebenslange Sperre nicht auf sich sitzen lassen und fordert außerdem eine Million Euro Schadenersatz von der FIA

Flavio Briatore und Pat Symonds, die Drahtzieher hinter dem Manipulationsskandal von Singapur 2008, der als "Crashgate" für Schlagzeilen gesorgt hat, zerren die FIA vor Gericht. Die beiden wollen die vom Automobilweltverband verhängten Sperren nicht auf sich sitzen lassen und haben daher rechtliche Schritte eingeleitet, wie der 'Guardian' berichtet.

Für ihre Beteiligung an "Crashgate" wurde Briatore lebenslang und Symonds für fünf Jahre von allen von der FIA sanktionierten Rennveranstaltungen ausgeschlossen. Allerdings konnte die FIA wegen ihrer eigenen Statuten keine Sperre im eigentlichen Sinn aussprechen, sondern sie erklärte stattdessen, dass allen FIA-Lizenznehmern, die mit den beiden in Verbindung stehen, ihre Lizenzen entzogen werden. Dies betrifft zum Beispiel Fahrer, Teams und Streckenbetreiber.

Briatores Anwalt ist der Auffassung, dass eine solche Sanktion durch den Internationalen Sportkodex der FIA nicht gedeckt ist, und fordert daher eine Aufhebung der Sperre sowie Schadenersatz in der Höhe von einer Million Euro wegen Rufschädigung. Symonds hat sich dieser Forderung laut 'Guardian' angeschlossen. Der Fall wird am 24. November dem Tribunal de Grande Instance in Paris vorgelegt, dem Pendant zu einem deutschen Landgericht.

Neben der Auffassung, dass die Sanktionen weder durch den Internationalen Sportkodex der FIA, noch durch französisches Recht gedeckt sind, vermutet Briatore hinter seiner Sperre auch einen persönlichen Rachefeldzug des ehemaligen FIA-Präsidenten Max Mosley. Mosley sei in dem FIA-Verfahren gleichzeitig Anzeigender, Ermittler, Kläger und Richter gewesen. Dies widerspreche jedem Rechtsverständnis. Außerdem seien die Verhöre nicht angemessen durchgeführt worden.

Beschlossen wurde die Sperre gegen Briatore und Symonds letztendlich vom Motorsport-Weltrat der FIA unter Mosleys Vorsitz. Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' vor der Renault-Anhörung gab jedoch eines der Mitglieder des Weltrats zu, dass in der Regel "Herr Mosley und seine Leute einen Vorschlag präsentieren, der meistens angenommen wird". Derartige Behauptungen stimmen mit Briatores Verdacht überein, Mosley könne ihn aus persönlichen Motiven gesperrt haben.

Fotoquelle: xpb.cc

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