Die Grand-Prix-Teams drängen auf eine Rückkehr der Formel 1 in die USA

Formel 1 2009

— 12.11.2009

Neue Hoffnung auf einen US-Grand-Prix?

Nick Craw, Präsident des FIA-Senats, sieht gute Chancen für einen Grand Prix der USA, allerdings nicht in Indianapolis, sondern in einer Stadt

2007 fand der bisher letzte Grand Prix der USA in Indianapolis statt. Nach dem Skandalrennen von 2005, als wegen des Rückzugs von Reifenhersteller Michelin nur sechs Autos in der Startaufstellung standen, konnten sich der damalige Streckenbetreiber Tony George und Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone auf keinen neuen Vertrag mehr einigen.

Dabei würden sich die Teams aus wirtschaftlichen Gründen wünschen, so bald wie möglich wieder in den USA zu fahren: "Ich finde es wichtiger, dass wir nach Nordamerika zurückkehren", sagt beispielsweise McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh in Zusammenhang mit dem für 2010 geplanten Grand Prix in Südkorea. Denn nicht nur Indianapolis wurde vom Formel-1-Kalender gestrichen, sondern auch Montréal in Kanada hat derzeit keinen Fixplatz.

Dabei wäre das Interesse in den USA für eine Rückkehr der Formel 1 durchaus vorhanden: "Die USA sind der größte Markt der Welt. Jeder will und muss dort sein", erklärt der Amerikaner Nick Craw, seit der Amtsübernahme von Jean Todt neuer Präsident des FIA-Senats. Craw weiß aber um die Schwierigkeit der Aufgabe: "Es gibt nur eine Strecke, die eine Formel-1-Lizenz besitzt. Das ist Indianapolis, aber dort zeichnet sich kein Deal ab."

"Für die Taj Mahals an neuen Rennstrecken, die wir derzeit sehen, gibt es in den Vereinigten Staaten kein Budget", stellt der einflussreiche Funktionär klar. "Daher halte ich die Wahrscheinlichkeit für einen temporären Stadtkurs in einem großen Stadtgebiet für wahrscheinlicher. Es gibt zwei oder drei Städte, die diese Möglichkeit derzeit in Erwägung ziehen. Ich bin zuversichtlich, dass diese Bemühungen in naher Zukunft fruchten werden."

Um welche Städte es sich dabei handelt, will Craw nicht verraten, bekannt ist jedoch, dass Ecclestone schon seit Jahren von einem Grand Prix in New York träumt. Bisher hat es aber nur zu einer Demofahrt im Jahr 2000 gereicht - damals überraschte Johnny Herbert die Passanten im Stadtteil Manhattan mit seinem Formel-1-Jaguar. Auch von einem möglichen Rennen im Spielerparadies Las Vegas war immer wieder die Rede.

Fotoquelle: IMS

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