Berater ja, Fahrer nein: Das Comeback von Michael Schumacher platzte

Formel 1 2009

— 13.11.2009

Schumacher: "Ich fühlte mich bereit"

Der frühere Ferrari-Pilot Michael Schumacher blickt zurück auf sein geplatztes Formel-1-Comeback und spricht über seine Liebe zum Motorsport

Es wäre die Sensation schlechthin geworden: Michael Schumacher wollte im Sommer für den verletzten Felipe Massa ins Renncockpit bei Ferrari steigen und seinen früheren Stallgefährten vertreten. Eine Nackenverletzung verhinderte das Comeback des Rekordchampions, sodass Ferrari auf andere Piloten zurückgreifen musste. Schumacher selbst wäre jedenfalls gerne gefahren.

"Ich stand in diesem Jahr kurz davor, Felipe zu ersetzen", so der siebenmalige Formel-1-Weltmeister auf einer Pressekonferenz. "Es war jedenfalls eine große Enttäuschung, nicht dazu in der Lage gewesen zu sein, für Felipe einzuspringen. Das war der Hauptgrund. Ich wollte einfach dem Team helfen, denn es musste sich mit außergewöhnlichen Umständen auseinander setzen", sagt Schumacher.

Zunächst lief alles nach Plan: Der deutsche Rennfahrer drehte fleißig Proberunden im F2007, der mit GP2-Reifen ausgestattet war. "Ich brauchte nicht lange, um das Auto am Limit zu bewegen. Das hat mir viel Spaß gemacht, nachdem ich so lange außen vor gewesen war. Es dauerte nicht lange, bis ich mich wohl fühlte und wieder da war. Ich fühlte mich bereit", meint Schumacher rückblickend.

Doch eben dieser Test hatten auch zur Folge, dass Schumacher nicht wieder in die Formel 1 zurückkehren konnte: Der Nacken des 40-Jährigen machte Beschwerden. "Es wurde klar, dass ich doch nicht bereit war", so Schumacher. "Rückblickend bedauere ich natürlich, dass ich im Februar gestürzt bin, aber manchmal schreibt das Leben eben eine Story und du musst mit deinem Schicksal klarkommen."

"Motorräder liebe ich noch immer. Seither habe ich zwar kein Rennen mehr bestritten, aber schauen wir einmal, was in der Zukunft passiert. Mein Nacken sollte zum Jahresende oder zum Beginn des neuen Jahres wieder vollkommen wiederhergestellt sein", erläutert der ehemalige Ferrari-Fahrer und schließt ein Comeback nicht aus: "Ob ich künftig wieder Rennen fahren werde, werden wir sehen."

Ganz wohl wäre dem Deutschen bei einer Rückkehr in die Formel 1 aber nicht, sollte er 2010 noch einmal ins Lenkrad greifen: "Dann wäre ich schon 41 Jahre alt und das würde mich zum Formel-1-Opa machen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das will", so Schumacher, der nach der Saison 2006 in den Rennruhestand eintrat. Hinter dieser Entscheidung steht er noch immer: "Ich bereue es nicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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