In Bulgarien wird die Formel 1 auf absehbare Zeit vermutlich nicht gastieren

Formel 1 2009

— 13.11.2009

Aus der Traum: Kein Grand Prix in Bulgarien

Obwohl die Rennplanungen in Bulgarien schon weit fortgeschritten waren, müssen die Verantwortlichen ihr Projekt nun auf Eis legen

Im September war Bulgarien noch auf einem sehr guten Weg, 2011 oder spätestens 2012 ein Austragungsort für Grands Prix von MotoGP und Formel 1 zu werden. Entsprechende Verträge wurden unterzeichnet, eine Rennstrecke in der Nähe der bulgarischen Hauptstadt Sofia wurde geplant und die Aufnahme in den Kalender schien nur eine Formalität zu sein. Doch soweit wird es nicht kommen.

Der bulgarische Motorradverband (BMF) und sein Vorsitzender Bogdan Nikolov mussten sämtliche Hoffnungen auf ein Rennen begraben: "Nach unserer möglicherweise erfolgreichsten Saison bislang, müssen wir alle Aktivitäten einstellen und den Verband auflösen. Diese Organisation kann nicht durch persönliche Kredite am Leben erhalten werden, für die ich selbst geradestehe", erklärt Nikolov in der 'Sofia Echo'.

"Ich muss Schulden und Kredite bei den Banken abbezahlen. Ich habe sogar etwas von meinem Privatbesitz verkauft, um das Projekt zu erhalten", so der BMF-Vorsitzende, der noch vor wenigen Monaten mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone verhandelt hatte. Dem bulgarischen Rennprojekt fehlt es offenbar an politischer Rückendeckung - die Regierung möchte sich nicht daran beteiligen.

Wie der bulgarische Sportminister in dieser Woche bestätigt, würden die Behörden ausschließlich das Gelände für den Streckenbau zur Verfügung stellen - für die finanzielle Absicherung der Rennpläne müssten dagegen anderweitige Geldgeber gefunden werden. Laut Nikolov gäbe es derzeit "keinerlei Anzeichen", dass die Regierung ihre Haltung ändern wird. Daher das Renn-Aus für Bulgarien.

Fotoquelle: Bridgestone

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