Den WM-Titel hat Jenson Button geholt, jetzt lässt er sein Rennjahr Revue passieren

Formel 1 2009

— 14.11.2009

Button blickt zurück: "Es war so seltsam"

Er kam aus dem Nichts und wurde Formel-1-Weltmeister: In einem Buch schildert Jenson Button die Gefühlsachterbahn des vergangenen Rennjahres

Als Jenson Button im Dezember 2008 mit dem Flugzeug aus Lanzarote zurückkehrte, rechnete er nicht im Entferntesten damit, von einem Tag auf den anderen keinen Rennwagen mehr zu haben. Fast zwölf Monate später schreibt der britische Rennfahrer ein Buch über die Geschehnisse seit dem Rückzug von Honda, über den Aufstieg des Brawn-Teams und über den Gewinn der Formel-1-WM.

"My Championship Year" lautet der Titel der Publikation, die am 19. November auf den Büchermarkt kommen wird und deren Vorwort von keinem Geringeren stammt als von Ross Brawn, dem Teamchef des erfolgreichsten Rennstalls der abgelaufenen Formel-1-Saison. Noch bevor das Buch im Handel erhältlich ist, konnten unsere Kollegen vom 'Telegraph' einige Einblicke in das Werk erhaschen.

Bittere Pille nach der Landung

So beschäftigt sich Button in seinem persönlichen Rückblick intensiv mit den schwierigen Stunden, die mit dem Honda-Rückzug einher gingen: "Ich kann mich noch sehr genau an die Umstände erinnern - es ist wie mit allen Momenten, die das Leben verändern", schreibt Button, der im Dezember 2008 von seinem Manager Richard Goddard über das plötzliche Aus seines Arbeitgebers informiert wurde.

Goddard hatte Button auf die Mailbox gesprochen, als dieser sich gerade im Flugzeug befand. Bei der Landung in London-Gatwick wurde der spätere Weltmeister schließlich mit der unbequemen Wahrheit konfrontiert: "Anhand des ernsten Tons seiner Stimme konnte ich erkennen, dass es sich nicht um positive Nachrichten handelte", gibt Button rückblickend zu Protokoll. "Da lag etwas mächtig im Argen."

Wenig später wusste der 29-Jährige Bescheid - Manager Goddard schenkte Button sofort reinen Wein ein, noch ehe der Brite überhaupt das Flugzeug verlassen hatte. "Das waren absolut niederschmetternde Neuigkeiten, so vollkommen unerwartet", erinnert sich Button, der sich in den folgenden Tagen regelrecht von der Außenwelt abschottete: "Ich blendete mich komplett aus", berichtet er.

Buttons Leben geriet aus den Fugen

"Ich ging nicht einmal ins Internet. Wenn ich schon nicht Rennen fahren konnte, so war ich überhaupt nicht am Motorsport interessiert. Es war zu schmerzhaft", beschreibt der ehemalige Honda-Pilot seine Gefühlswelt nach dem Ausstieg des japanischen Herstellers. "Ich habe Rennsportmagazine links liegen lassen, obwohl ich sie davor gierig verschlungen hatte. Ich mied den Motorsport gänzlich."

"Es war so seltsam: Seit ich acht Jahre alt war, war mein Leben präzise auf den Rhythmus des Rennkalenders abgestimmt. Nun war ich auf einmal auf 'standby'", sagt Button rückblickend. Erst einige Wochen später drückte Teamchef Brawn den "Power"-Knopf und erweckte das totgeglaubte Team wieder zum Leben: Brawn GP war geboren - und mit dem Rennstall auch die Chance für Button.

Der Routinier nahm eine kräftige Gehaltseinbuße an, um überhaupt fahren zu können: "Am Ende der Saison 2009 habe ich etwa 20 Prozent von dem verdient, was mir gemäß meines einstigen Vertrages mit Honda zugestanden hätte. Es war und ist mir aber egal", meint Button. "Geld bedeutet gar nichts, wenn du die Chance hast, ein Spitzenauto zu fahren und wenn du den WM-Titel im Visier hast."

Fotoquelle: Getty Images

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