Martin Brundle würde Jenson Button raten, zwei Jahre lang bei Brawn zu fahren

Formel 1 2009

— 15.11.2009

Brundle: "Ich würde bei Brawn unterschreiben"

Der ehemalige Rennfahrer Martin Brundle beschäftigt sich mit den Cockpit-Optionen von Weltmeister Jenson Button: "Geld spielt wohl eine Rolle"

2009 krönte sich Jenson Button mit Brawn zum neuen Weltmeister der Formel 1 - doch ob er dem neuen Rennstall von Teamchef Ross Brawn auch im kommenden Jahr angehören wird, steht noch immer nicht fest. Formel-1-Experte Martin Brundle sieht zwei denkbare Szenarien für seinen Landsmann, würde sich an Buttons Stelle aber wohl für einen Verbleib beim Brawn-Team entscheiden.

Andererseits wäre da die Möglichkeit McLaren-Mercedes, für die sich Button und Manager Richard Goddard speziell am Freitag sehr intensiv interessierten: Der Champion wurde im britischen Woking vorstellig und erhielt eine exklusive Werksführung von Silberpfeil-Teamchef Martin Whitmarsh. Für Ex-Rennfahrer Brundle ein klares Zeichen dafür, dass Button noch immer im Vertragspoker feststeckt.

"Es kommt nicht gerade jeden Tag vor, dass ein Weltmeister ohne Vertrag dasteht und dass er durch die Einrichtungen eines ehemaligen Erzrivalen geführt wird", schreibt Brundle in der 'Sunday Times'. "Solche Meetings finden normalerweise im Verborgenen statt - um Mitternacht oder in einem Hotel auf dem Land. Beide Parteien wollten ganz klar, dass die Öffentlichkeit von diesem Besuch erfährt."

Das lässt laut Brundle nur einen Schluss zu: "Geld spielt wohl eine Rolle", meint der frühere Formel-1-Pilot. Demnach könnte Button bei McLaren-Mercedes sondieren, ob ihm dort eine größere Lohntüte winken würde - das Angebot von Brawn soll den finanziellen Vorstellungen des Weltmeisters bislang nicht gerade entsprochen haben. Für Brundle ist das aber nicht der einzige Grund für Buttons Zögern.

Brundle würde Button ein Ultimatum stellen

"Nico Rosberg wird 2010 für Brawn fahren und ich habe den Verdacht, dass Button befürchtet, Rosberg könnte favorisiert werden", so der britische TV-Kommentator. "Rosberg muss zwar erst noch ein Rennen gewinnen, doch er hat die Geschwindigkeit und das Potenzial", meint Brundle. Andererseits sei Button schon jahrelang im Team und habe gute Beziehungen zu den Beteiligten aufgebaut.

Wie soll sich Button also verhalten? "Wenn ich Button wäre, würde ich den besten Zweijahresvertrag bei Brawn unterschreiben, den ich kriegen kann", sagt Brundle. "Ich würde der neue beste Freund von Mercedes-Benz werden und mir meine Optionen für die Zukunft offen halten. Das Geld wird noch früh genug eintrudeln. Button braucht keinen Hamilton, der ihn mit seinem Heimvorteil regelmäßig bügelt."

Und welches Vorgehen würde Brundle dem Brawn-Team raten? "Ich würde Button ein 24-Stunden-Ultimatum stellen: Entweder er unterschreibt, oder er kann seine Sachen packen", so der ehemalige Rennfahrer. "Ich würde wissen wollen, wo ich stehe. Es könnten Jungs wie Robert Kubica auf den Markt kommen, sollte Renault aufhören. Räikkönen hätte ich ebenfalls auf meiner Wunschliste."

Fotoquelle: BAR

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