Weltmeister Jenson Button war am Freitag zu Vertragsverhandlungen in Woking

Formel 1 2009

— 16.11.2009

Button-Wechsel zu McLaren immer wahrscheinlicher

Jenson Button flirtet immer intensiver mit einem Wechsel zu McLaren - Nico Rosberg dank Mercedes-Einstieg bei Brawn gesetzt

Als in Abu Dhabi die ersten Gerüchte in diese Richtung die Runde machten, ging man noch von einer Einigung mit Ross Brawn aus, doch die Möglichkeit, dass Jenson Button 2010 für McLaren fahren wird, gewinnt immer mehr an Schwung. Eine gut informierte Quelle meint gegenüber 'Motorsport-Total.com': "Ich wäre nicht überrascht, falls der Deal bald bekannt gegeben werden sollte."

Die Verhandlungen zwischen Brawn und Button haben laut Medienberichten angeblich einen Stillstand erreicht. Das Team bietet dem Weltmeister offenbar vier Millionen Euro plus die Möglichkeit an, mit persönlichen Sponsoren zusätzliches Geld zu verdienen. Button fordert neun Millionen Euro - also so viel, wie er ohnehin verdient hätte, wenn er sich nicht am Jahresanfang auf eine freiwillige Gehaltskürzung eingelassen hätte, um Brawn nach dem Honda-Ausstieg zu helfen.

Brawn will Button nicht um jeden Preis

"Brawn sagt schon seit Monaten, dass 2010 große Sponsoren kommen werden. Sie sagen gleichzeitig, dass sie sich Jensons Forderungen, die übrigens weit unter dem alten Honda-Vertrag liegen, nicht leisten können", klagt Button-Manager Richard Goddard. "Wenn das stimmt, dann gut, denn ich kann verstehen, dass Ross Brawn sein Team nicht wegen eines einzigen Angestellten in den Bankrott schicken will."

Doch Goddard hat Zweifel an dieser Darstellung: "Wenn Brawn das Team verkauft und es einen großen Geldzufluss geben wird, warum sollte Jenson dann nicht Teil davon sein? Er war in diesem Jahr ein wichtiger Beitrag für den Erfolg. Wir haben auch andere Eisen im Feuer. Jenson ist ein sehr loyaler Kerl, aber irgendwann geht es nicht mehr nur ums Geld. Mal ganz ehrlich, es will sich doch jeder gewollt fühlen!"

Worauf der Brite anspielt: Mercedes wird heute Mittag voraussichtlich die Übernahme des Brawn-Teams bekannt geben. Der Stuttgarter Automobilhersteller hat bereits einen Vertrag mit Nico Rosberg abgeschlossen. Button steht auf der Wunschliste offenbar nicht ganz oben. Dafür ist McLaren-Hauptsponsor Vodafone von der Idee eines Dreamteams mit den beiden Weltmeistern der vergangenen zwei Jahre, Lewis Hamilton und Button, sehr angetan.

Räikkönen und Button in Woking

Button war am Freitag in Woking, um die Fabrik zu besichtigen, und zeigte sich von den Ressourcen des Erfolgsteams schwer beeindruckt. Anschließend traf er sich zu Gesprächen mit Teamchef Martin Whitmarsh. Bereits am Mittwoch soll Kimi Räikkönen aus dem gleichen Grund in Woking gewesen sein. Nick Heidfeld gilt ebenfalls als Kandidat auf das zweite McLaren-Cockpit. Eine Vertragsverlängerung mit Heikki Kovalainen erscheint hingegen unwahrscheinlich.

Diverse Experten raten Button aber trotz der jüngsten Entwicklungen dazu, bei Brawn zu bleiben: "Wenn ich Jenson wäre, würde ich bei Brawn bleiben", sagt etwa Jackie Stewart. "Er kennt das Team, er fühlt sich dort wohl und Ross Brawns Reputation ist außergewöhnlich. Bei McLaren würde er in der Höhle des Löwen landen, denn Lewis Hamilton ist dort bereits etabliert. Das wäre eine gewaltige Herausforderung."

Stirling Moss sieht das ähnlich: "Es wäre ein großes Risiko, zu McLaren zu wechseln und gegen Lewis anzutreten. Er könnte von Lewis geschlagen werden, denn Lewis ist vielleicht der schnellste Fahrer im Feld", so der 80-Jährige. Und Niki Lauda fügt an: "Ich glaube, Jenson sollte bewusst sein, dass er in ein Team kommen würde, das Lewis zu seiner Heimat gemacht hat. Wenn er bei Brawn gleich viel oder nur knapp weniger verdienen würde, dann sollte er bleiben."

Fotoquelle: xpb.cc

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