Gerhard Berger glaubt, dass Bruno Senna keinen leichten Stand haben wird

Formel 1 2009

— 17.11.2009

Berger: "Senna muss zeigen, ob er das Zeug hat"

Gerhard Berger ist sich nicht sicher, ob Bruno Senna schon für die Formel 1 reif ist: "Er muss jetzt einfach ins kalte Wasser springen"

Nachdem er für die Saison 2009 bei Brawn gegen Rubens Barrichello den Kürzeren gezogen hat, wird Bruno Senna 2010 endlich in die Formel 1 einsteigen - allerdings nicht bei einem der etablierten Teams, sondern beim neuen Rennstall Campos. Dort muss der ehemalige GP2- und Sportwagenpilot unter Beweis stellen, dass er schon für die Königsklasse bereit ist.

Einer, der Senna gut kennt, ist Gerhard Berger. Der Österreicher war mit Sennas verstorbenem Onkel Ayrton gut befreundet und ermöglichte dem ambitionierten Weltmeisterneffen vor einigen Jahren die ersten Tests in einem Formel BMW. Auch für die weitere Karriereplanung Sennas spielte Berger eine beratende Rolle. Vor einer Einschätzung der wahren Qualitäten des Nachwuchsfahrers möchte er aber erst dessen Formel-1-Debütsaison abwarten.

"Ich beobachte ihn schon lange", so Berger bei 'Servus TV'. "Er hat ziemliche Ups and Downs. In der Formel 1 muss er zeigen, ob er das Zeug hat - das ist vorher schwierig zu sagen. Er hat bis jetzt im Regen, aber auch im Trockenen einige Rennen geliefert, wo man sagen muss, dass er in die Formel 1 gehört, aber dann hatte er gleichzeitig wieder Durchhänger, wo man sagen muss, dass er noch nicht reif ist. Ich glaube, er muss jetzt einfach ins kalte Wasser springen und schauen, was er kann."

Die Gefahr, bei einem Team wie Campos zu zerbrechen, bestehe durchaus, "weil der Name Senna so viele Erwartungen erweckt, dass es für ihn extremst schwierig ist", vermutet der Ex-Grand-Prix-Pilot. "Er ist ein netter, ein sehr gescheiter Kerl, keine Frage. Jetzt kommt er aber als Neuling in ein neues Team. Das sind nie ideale Voraussetzungen, aber man kann es sich nicht aussuchen. Es war die einzige Chance, die er bekommen hat, und die muss er nutzen und das Beste daraus machen."

Als "sehr netten Kerl mit einer tollen Ausstrahlung" schätzt auch Christian Horner den 26-Jährigen ein: "In der GP2 hat er gezeigt, dass er das kann. Ich denke, er verdient einen Platz in der Formel 1 - nicht nur wegen des Namens Senna. Er hat die Gelegenheit genutzt. Jetzt muss er das Beste daraus machen. Ob er das Talent hat, um auf diesem Niveau zu fahren, das wird die Zeit zeigen. Die Intelligenz dafür hat er sicherlich", betont der Red-Bull-Teamchef.

Horner lernte Senna gut kennen, als der junge Brasilianer 2007 für sein Arden-Team GP2 fuhr. Senna feierte bereits am zweiten Rennwochenende in Barcelona den ersten Sieg, doch das sollte der einzige in der gesamten Saison bleiben. 2008 wurde Senna mit dem iSport-Team Vizemeister, ehe er ein ruhigeres Jahr einlegte und sich mit Sportwagenrennen in Schuss hielt. Für das Team ORECA gelangen ihm in der Le-Mans-Serie immerhin zwei Podestplätze.

Fotoquelle: GEPA

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