In Spa darf der Rennbetrieb nun erst einmal bis März 2011 weitergehen

Formel 1 2009

— 18.11.2009

Rennbetrieb gesichert: Spa bekommt neue Lizenz

Im Tauziehen um Spa-Francorchamps gibt es eine Wende: Die Rennstrecke hat eine neue Betriebsgenehmigung bekommen, aber nur bis 2011

Die Befürworter von Autorennen auf der legendären Rennstrecke von Spa-Francorchamps können neue Hoffnung schöpfen. Nach dem Lizenzentzug im September hat die Regionalregierung nun eine neue Betriebsgenehmigung erteilt. Das berichtet die belgische Internetseite 'rtbf.be'. Damit könne auch der belgische Grand Prix vorerst gesichert sein. Die neue Lizenz soll aber nur bis März 2011 gültig sein.

Das würde den Streckenbetreibern aber zumindest etwas Zeit verschaffen, um die Zukunft von Spa-Francorchamps langfristig zu sichern. Eigentlich hatten die Behörden bis einschließlich 2026 grünes Licht dafür gegeben, dass der belgische Grand Prix in Spa-Francorchamps gefahren wird. Doch im September wurde die Genehmigung wieder zurückgenommen. Ein Grund dafür war die befürchtete Lärmbelästigung. 2007 hatten Anwohner sich bei den Behörden über den Lärm der Formel 1 beschwert, nun wollten die Behörden dieser Frage erst einmal nachgehen.

Für Streckenchef Pierre-Alain Thibaut war das ein schwerer Schlag. Er sah damals das Überleben der Rennstrecke gefährdet. Er betonte, dass seit dem Eingang der Beschwerden vor zwei Jahren intensiv daran gearbeitet wurde, den Lärm zu reduzieren und kündigte an, gegen den Lizenzentzug anzugehen.

Unterstützung bekam Thibaut dabei von der Bevölkerung in Spa-Francorchamps. Mitte Oktober startete eine Online-Petition pro Spa, die inzwischen von über 35.000 Menschen unterschrieben haben. Bei den Initiatoren handelt es sich um Anwohner, die betonen, dass sie sich durch den Rennbetreib auf der Strecke "nicht gestört fühlen". Bei ihren Nachbarn, die durch ihre Beschwerden für den Lizenzentzug gesorgt hatten, handele es sich nur um eine Minderheit.

Die Befürworter kämpfen für den Erhalt der Rennstrecke und den Verbleib der Formel 1, weil sie auch um die wirtschaftliche Zukunft der Ardennenregion fürchten. "Die schönste Rennstrecke der Welt ist auch ein echter Wirtschaftsfaktor, der vielen Menschen Arbeit bietet und das Image Belgiens auf der ganzen Welt mitbestimmt", so die Petition. Man sei bereit, darum zu kämpfen und man bedaure jene Menschen, die sich nicht in die lokale Gemeinschaft integrieren wollen, heißt es mit einem Seitenhieb auf die Anwohner, die sich durch die Rennstrecke gestört fühlen.

Dass es nun zumindest bis 2011 eine neue Betriebsgenehmigung gibt, könnte ein erster Erfolg sein. Vielleicht wird später auch längerfristig wieder grünes Licht gegeben. Doch ganz gesichert ist die Formel-1-Zukunft in Spa auch dann nicht. Denn Streckenchef Thibaut hat auch noch andere Sorgen. In diesem Jahr wurde beim Grand Prix von Belgien Medienberichten zufolge ein Minus von 5,134 Millionen Euro eingefahren. Das kann sich die Strecke langfristig gesehen nicht leisten.

Fotoquelle: Force India

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