Für Ross Brawn und Nick Fry ist der Verkauf an Mercedes das Geschäft ihres Lebens

Formel 1 2009

— 18.11.2009

Nach Verkauf: Brawn ist ein gemachter Mann

Ross Brawn und der Mercedes-Deal: 100 Prozent für einen Euro übernommen, ein Jahr später 75,1 Prozent für 123 Millionen Euro verkauft

Als Ross Brawn im November 2007 nach einer einjährigen Auszeit von der Formel 1 als Teamchef bei Honda andockte, ahnte noch niemand, dass dies die vielleicht beste Entscheidung seines Lebens gewesen sein könnte. Denn die Saison 2008 verlief für den japanischen Rennstall desaströs - und am Jahresende gab Honda den Ausstieg aus der Königsklasse bekannt.

Doch Brawn, der die Saison 2008 dafür verwendet hatte, alle Ressourcen schon für 2009 in die Waagschale zu werfen, ließ sich von diesem Rückschlag nicht unterkriegen. Der Brite tat sich mit Geschäftsführer Nick Fry und drei weiteren Kollegen aus dem Management zusammen und übernahm für einen symbolischen Euro die Kontrolle über das Unternehmen. Honda ließ die neue Führung aber nicht hängen, sondern steuerte weiterhin Finanzhilfe in Millionenhöhe bei.

Ein Jahr später haben Brawn und seine Kollegen den WM-Titel der Fahrer und Konstrukteure in der Tasche - und sie sind finanziell gemachte Männer: Die neuen Mehrheitseigentümer Daimler und Aabar legten für 75,1 Prozent der Teamanteile umgerechnet 123 Millionen Euro auf den Tisch. Bei Honda in Japan dürfte man sich angesichts dieses Deals erneut grün und blau ärgern, schließlich hatte man das Formel-1-Projekt auch aus Kostengründen beendet.

Die fünf bisherigen Brawn-Vorstände halten untereinander weiterhin 24,9 Prozent der Anteile am Team. Sollte Mercedes vorhaben, sie eines Tages komplett auszukaufen, blüht also ein weiterer Geldregen. Aufgrund der kostensenkenden Maßnahmen in der Formel 1 ist aber denkbar, dass die Teams schon bald profitabel operieren können. Brawn, Fry und Co. würden an etwaigen Gewinnen als Teilhaber weiterhin mitnaschen.

Noch unklar ist, wie sich das 2010er-Budget des neuen Weltmeisterteams zusammensetzen wird. Aus dem Einnahmentopf von Bernie Ecclestone stehen Brawn angeblich rund 60 Millionen Euro zu, die allerdings in die Unternehmenskasse in Brackley und nicht in das Privatvermögen der Vorstände fließen werden. Außerdem sollen bereits Sponsorendeals in der Höhe von zehn Millionen Euro abgeschlossen worden sein.

Fotoquelle: Honda

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