2010 nicht in der Formel 1: Kimi Räikkönen mit Manager Steve Robertson

Formel 1 2009

— 19.11.2009

Jetzt wartet Räikkönen auf Angebote

Grundsätzlich ist die Formel 1 von Kimi Räikkönens Programm für 2010 gestrichen, ein gutes Angebot würde der "Iceman" aber nicht ablehnen

Die Bekanntgabe von Kimi Räikkönen, ein Jahr Auszeit von der Formel 1 nehmen zu wollen, kam für viele Fans wie ein Schock. Doch ganz ausgeschlossen ist eine Teilnahme des Finnen an der Weltmeisterschaft 2010 offenbar noch nicht. Wie sein Manager Steve Robertson betont, wartet der geschasste Ferrari-Pilot nun auf interessante Angebote.

Weil Räikkönen offenbar nur für ein Siegerteam in Kauf nehmen würde, dass ihm die Ferrari-Abfindung bei einem Verbleib in der Königsklasse von 17 auf zehn Millionen Euro gestutzt wird, kommt nach aktuellem Stand eigentlich nur noch Mercedes als Möglichkeit in Frage. Dort hat Ross Brawn jedoch schon Jenson Button abgesagt, weil der als Weltmeister mehr als 4,5 Millionen Euro Gage haben wollte. Das wäre wohl auch für Räikkönen zu wenig.

Last Exit Mercedes?

Es sei "ziemlich sicher", dass sein Schützling ein Jahr Pause machen wird, sagt Robertson, "aber hundertprozentig ist gar nichts. Wenn uns Mercedes überzeugen kann, dass sie Kimi eine Möglichkeit bieten können, mit der er zufrieden ist, wenn er dort Rennen gewinnen und um die Weltmeisterschaft kämpfen kann, dann sollte man niemals nie sagen. Es besteht immer eine Möglichkeit", macht der Brite den Räikkönen-Fans via 'Autosport' Hoffnung.

Aus Finnland hört man, dass der Weltmeister von 2007 sehr enttäuscht über das Scheitern der Verhandlungen mit McLaren ist. Robertson bestätigt dies gegenüber der 'Daily Mail' und sagt: "Wir hatten viele Meetings mit McLaren, aber leider gab es ein paar Punkte, in denen wir uns nicht einigen konnten. In den vergangenen vier oder fünf Tagen wurde uns klar, dass es sehr schwierig werden würde, einen Vertrag zu machen."

Der Hintergrund ist klar: In der Annahme, dass McLaren ohnehin kaum eine andere Wahl habe (bevor Jenson Button auftauchte), forderte Robertson für seinen Schützling zusätzlich zur Ferrari-Abfindung eine normale Gage. McLaren wollte aber nicht mehr als fünf Millionen Euro pro Saison bezahlen - angeblich als Zuschlag zur Ferrari-Abfindung, wie man hört. Außerdem bestand Räikkönen auf gewissen Freiheiten wie einer Erlaubnis für Rallyes sowie einer begrenzten Anzahl an PR-Tagen.

Dank Red Bull zu Citroën?

"Kimi muss nicht des Geldes wegen Formel 1 fahren", stellt Robertson klar. "Er fährt Formel 1, weil er gewinnen will. Wenn das nicht der Fall ist, dann nimmt er sich lieber eine Auszeit und kehrt erst 2011 zurück." Für die Zwischenzeit wird sich der 30-Jährige möglicherweise einen Platz in der Rallye-WM suchen. Hier würde Red Bull ins Spiel kommen: Der Energydrink-Hersteller könnte Räikkönen bei Citroën platzieren und 2011 anstelle von Mark Webber in die Formel 1 zurückholen.

Ursprünglich wollte der Ex-Champion "neben der Formel 1 ein paar Rallyes" fahren, so Robertson, "weil es in der Formel 1 keine Testfahrten gibt. Kimi war zwischen den Rennen immer langweilig, weil er nichts mehr zu tun hatte." Für 2010 habe man noch keine konkrete Entscheidung getroffen, "denn die Formel 1 hat sich für uns ja gerade erst vor ein paar Tagen zerschlagen. Jetzt ist es an der Zeit, über andere Dinge zu diskutieren."

Das Jahr Pause sieht er nicht als Stolperstein: "Viele Teams sind an Kimi interessiert. Er ist einer dieser Fahrer, die in ein Auto steigen und sofort schnell sind. Er braucht keine Testtage. Es gibt aber nicht viele Teams, die für Kimi interessant sind, denn wenn er sagt, dass er nur ein Siegerauto will, dann meint er das ehrlich. Das Geld ist ihm egal. Natürlich ist Geld auch ein Faktor, aber er braucht kein Geld mehr", so Robertson.

Fotoquelle: xpb.cc

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