Kimi Räikkönen ist enttäuscht darüber, dass er eine Auszeit nehmen muss

Formel 1 2009

— 19.11.2009

Räikkönen: Keine Gespräche mit Mercedes

Kimi Räikkönen spricht über seine nicht ganz freiwillige Auszeit von der Formel 1 und gibt zu, dass er davon träumt, noch einmal Weltmeister zu werden

Mit dem Wechsel von Jenson Button zu McLaren steht fest: Kimi Räikkönen wird bei seinem Ex-Team aus Woking nicht unterkommen und muss daher eine einjährige Auszeit von der Formel 1 nehmen. Denn ein nicht konkurrenzfähiger Rennstall kommt für ihn nicht in Frage und bei Mercedes steht er offenbar nicht auf der Wunschliste.

"Ich konnte mich mit McLaren nicht einigen, daher habe ich entschieden, ein Jahr Pause zu machen", wird Räikkönen von 'Formula1.com' zitiert. "Ich hatte das Gefühl, dass mir McLaren die besten Möglichkeiten bieten würde, Rennen zu gewinnen und um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Da das nicht geklappt hat, ist die Pause die logische Konsequenz. Und, ganz ehrlich: Ich komme 2011 nur zurück, wenn ein konkurrenzfähiges Auto frei ist."

Da werden bei den finnischen Motorsportfans Erinnerungen an Mika Häkkinen wach, der Ende 2001 ursprünglich ebenfalls nur ein Jahr Pause machen wollte, dann aber nie mehr in die Formel 1 zurückkehrte. Häkkinen landete später in der DTM. Bei Räikkönen könnte die nächste Station Rallye-WM heißen: "Ich werde mir das anschauen", sagt er. "Auch da will ich nur ein konkurrenzfähiges Auto. Wenn nicht, dann verbringe ich lieber Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden."

Die von seinem Manager Steve Robertson in Aussicht gestellte Minichance, doch noch mit Ross Brawn einig zu werden und 2010 beim Mercedes-Werksteam unterzukommen, sieht der "Iceman" selbst anscheinend nicht: "Ich habe mit Brawn keine Gespräche geführt. Ich habe das Gefühl, dass sie jetzt, wo Mercedes involviert ist, zwei deutsche Fahrer haben wollen." Nico Rosberg ist gesetzt, Nick Heidfeld gilt als Favorit auf das zweite Cockpit.

"Ich habe meine Zeit in der Formel 1 genossen, habe aber noch Ziele", so Räikkönen. "Unter den richtigen Umständen würde ich gerne zurückkehren. Die Tür steht offen. Schauen wir, was die Zukunft bringt. Ich habe mir mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft meinen Traum erfüllt. Ich würde gerne eine weitere Weltmeisterschaft gewinnen, aber das geht nur mit einem konkurrenzfähigen Auto. So einfach ist das."

Räikkönen kam 2001 nach gerade mal gut 20 Autorennen in Nachwuchsklassen als Teamkollege von Heidfeld bei Sauber in die Formel 1. Für 2002 schnappte er "Quick Nick" das Cockpit beim damaligen Mercedes-Werkspartner McLaren weg. Es wäre eine Ironie des Schicksals - oder, je nach Betrachtungsweise, ausgleichende Gerechtigkeit -, sollte Heidfeld nun dem arbeitslosen Ex-Ferrari-Star die Chance auf den Silberpfeil stehlen...

Fotoquelle: Ferrari

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