Urgesteine des Motorsports: Patrick Head und Frank Williams in Didcot

Formel 1 2009

— 19.11.2009

Williams denkt noch nicht ans Aufhören

Teamchef Frank Williams ist auch mit 67 Jahren noch voll in seinem Element, sieht aber Geschäftsführer Adam Parr als legitimen Nachfolger

Seit über 30 Jahren ist Frank Williams nun schon Formel-1-Teamchef, seit mehr als zwei Jahrzehnten sitzt er im Rollstuhl - aber seine Energie reicht immer noch aus, um im Grand-Prix-Sport weiterzumachen. Der 67-Jährige denkt derzeit noch nicht daran, seine Karriere zu beenden, wie er im Interview mit 'auto touring' verrät.

"Aufhören? Im Moment nicht. Ich liebe diesen Job und ich wüsste nicht, was ich sonst tun sollte", erklärt der Brite. "Gut, mir ist schon bewusst, dass Patrick Head (63; Anm. d. Red.) und ich über kurz oder lang das Ruder unserer Firma an die jüngere Generation übergeben müssen. Wir wissen, dass wir ihnen zwar helfen, aber dabei nicht im Weg stehen dürfen."

"Ich habe einen Geschäftsführer, Adam Parr, der heute schon 90 Prozent der Arbeit macht, viel geschickter ist als ich, viel professioneller. Er ist ausgebildeter Jurist, hat seinen Abschluss in Cambridge gemacht. Die FOTA mag ihn überhaupt nicht, weil er sie bei jeder Gelegenheit austrickst. Würde ich ihn ständig bevormunden, würde er sich prompt einen anderen Job suchen. Jedenfalls sind wir heute um vieles besser aufgestellt als noch vor 30 Jahren", so Williams.

Das frühere Erfolgsteam mit Sitz in Grove hat bereits vor einigen Jahren realisiert, dass Williams und Head nicht ewig weitermachen können, also wurde eine Umstrukturierung eingeleitet. Williams übergab sein Tagesgeschäft an Parr, Head die Leitung der Technikabteilung an Sam Michael. Die beiden Teamgründer haben aber weiterhin das letzte Wort.

Gegenüber 'auto touring' spricht Williams übrigens auch über seinen Lieblingsfahrer Nigel Mansell: "Was mir an ihm so gefallen hat, war sein extremes Talent. Zusätzlich entwickelte er eine unglaubliche Aggressivität, sobald er am Steuer saß. Man konnte förmlich das Tier in ihm spüren. Heute ist vielleicht am ehesten Fernando Alonso so - auch die Fahrweise: auf Biegen und Brechen."

"Senna war so ähnlich", erinnert sich Williams und fügt an: "Ganz anders war Alain Prost. Der war talentiert, hochintelligent, aber nicht aggressiv. Er fuhr seine Rennen kalkuliert - gerade so schnell, wie es nötig war, um zu gewinnen."

Fotoquelle: Williams

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