Mercedes steht ihm gut: Kimi Räikkönen hat offenbar Gespräche aufgenommen

Formel 1 2009

— 20.11.2009

Also doch: Räikkönen spricht mit Mercedes

Das Management von Kimi Räikkönen hat angeblich Kontakt zu Mercedes aufgenommen - Ross Brawn hat in der Fahrerfrage keine Eile

Die Formel-1-Karriere von Kimi Räikkönen schien schon - zumindest vorübergehend - beendet zu sein, doch offenbar spekuliert der von Ferrari vor die Tür gesetzte Finne doch weiterhin mit einem Verbleib in der Königsklasse. Die letzte verbleibende Option dafür ist das Cockpit neben Nico Rosberg im Mercedes-Werksteam.

"Kimi hat meine Nummer. Er kann mich jederzeit anrufen", wird Mercedes-Sportchef Norbert Haug von 'auto motor und sport' zitiert. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat Räikkönens Management gestern tatsächlich Kontakt mit dem nunmehr aus Deutschland geführten Team in Brackley aufgenommen. Manager Steve Robertson hatte bereits zuvor angekündigt, dass man für ein Angebot aus Stuttgart theoretisch offen wäre.

"Wenn uns Mercedes überzeugen kann, dass sie Kimi eine Möglichkeit bieten können, mit der er zufrieden ist, wenn er dort Rennen gewinnen und um die Weltmeisterschaft kämpfen kann, dann sollte man niemals nie sagen. Es besteht immer eine Möglichkeit", sagte Robertson bereits gestern zu 'Autosport'. Ein paar Stunden später dürfte er dann selbst zum Hörer gegriffen und den Kontakt hergestellt haben.

Ob die Gespräche tatsächlich fruchten werden, steht noch in den Sternen. Zumindest eine schnelle Entscheidung scheint ausgeschlossen: "Wir haben keine Eile, einen Ersatz für Button zu finden", so Teamchef Ross Brawn gegenüber 'auto motor und sport'. "Es wäre dumm, sich jetzt in eine schnelle Entscheidung treiben zu lassen. Wir werden eine Liste von potenziellen Kandidaten aufstellen und diese genau analysieren. Uns läuft jetzt nichts davon."

Brawn weiß genau: "Das freie Cockpit bei uns ist der attraktivste freie Platz auf dem Markt." Tatsächlich sind alle anderen Plätze in den etablierten Topteams vergeben. Lediglich bei Renault ist an der Seite von Robert Kubica noch ein Cockpit frei, doch Renault wäre angesichts der unsicheren Lage beim französischen Automobilhersteller im Moment eine risikofreudige Wahl. Sauber/Qadbak kann indes noch immer keinen gesicherten Startplatz vorweisen.

Sollten die Gespräche zwischen Räikkönen und Mercedes zu keinem Ergebnis führen, dann würde der 30-Jährige möglicherweise ein Jahr lang in der Rallye-WM an den Start gehen. Auch dieses Abenteuer will er aber nur mit einem Siegerauto eingehen. Gerüchten zufolge käme ein Engagement bei Citroën oder beim Privatteam von Petter Solberg in Frage. Auf Pole-Position bei Mercedes steht neben Rosberg weiterhin Nick Heidfeld.

Fotoquelle: xpb.cc

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