Button verdient bei McLaren angeblich weniger, als er bei Brawn bekommen hätte

Formel 1 2009

— 20.11.2009

Große Herausforderung: Button will sich beweisen

Es geht ihm nicht ums Geld, sondern um die Herausforderung, Lewis Hamilton zu schlagen, sagt Jenson Button über seinen Wechsel zu McLaren

Jenson Button sagt selbst, dass er bei McLaren weniger Geld verdienen wird als das, was ihm Ross Brawn angeboten hatte. Nick Fry und Martin Whitmarsh bestätigen dies. Umso mehr wundern sich die Medien darüber, dass er als amtierender Weltmeister das Team wechselt und sich noch dazu in Woking ins gemachte Nest von Lewis Hamilton setzt.

Je länger man dem 29-Jährigen derzeit zuhört, wie er in diversen Interviews immer und immer wieder das Wort "Challenge" betont, desto mehr wächst der Verdacht: Button geht es in Wahrheit nicht ums Geld oder um die beste Perspektive, sondern vor allem darum, alle Zweifler von seiner Klasse zu überzeugen. Denn obwohl er 2009 Weltmeister geworden ist, wurde dieser Erfolg von vielen Experten vordergründig dem überlegenen Brawn-Mercedes-Paket zugeschrieben.

"Ich wusste erst seit ein paar Wochen, dass McLaren eine Möglichkeit sein könnte", so Button bei einem PR-Termin in London. "Das hat mich sehr aufgeregt gemacht. Die Entscheidung, zu McLaren zu wechseln und es im gleichen Auto mit Lewis Hamilton aufzunehmen, kommt tief aus meinem Herzen!" Nach dem Titelgewinn habe er sich gefragt: "Und was jetzt?" Dabei wäre es wohl auch eine Herausforderung gewesen, die Weltmeisterschaft im neuen Mercedes-Werksteam zu verteidigen.

Die Verhandlungen mit McLaren begannen übrigens nicht erst am Freitag vor einer Woche, als Button mit seinem Manager Richard Goddard in Woking war: "Ich hatte schon lange vor diesem Treffen das Gefühl, dass ich neben Lewis bei McLaren fahren möchte. Der eine Tag in der Fabrik hat nicht die Entscheidung gebracht. Das ist zu einem anderen Zeitpunkt an einem anderen Ort passiert", so der Brite geheimnisvoll.

Die Zusammenarbeit mit Hamilton sei "fantastisch", denn: "Warum sollte ein Fahrer dem anderen helfen? So darf das in der Formel 1 nicht laufen. Jedes Team braucht zwei starke Fahrer, die sich gegenseitig anstacheln. Das bringt ein Team am meisten voran. Ein Team braucht zwei Fahrer, die richtig schnell sind, die ehrgeizig sind - aber beide sollten immer die gleichen Möglichkeiten erhalten!" Das habe ihm McLaren im Zuge der Verhandlungen glaubhaft zugesichert.

Übrigens bedauert Button trotz der Meinungsverschiedenheiten der vergangenen Tage die Trennung von Brawn und Fry: "Es ist immer enttäuschend, wenn man getrennte Wege geht, nachdem man so lange zusammengearbeitet hat. Sie haben mir dabei geholfen, Weltmeister zu werden. Ich glaube aber, dass Ross meine Gründe nachvollziehen kann und wir Freunde bleiben werden. Zumindest hoffe ich das!"

Fotoquelle: xpb.cc

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