Motorenhersteller Cosworth wird von der FIA in Position gebracht

Formel 1 2009

— 21.11.2009

Cosworth und das Einschreibungsverfahren

Cosworth-Geschäftsführer Mark Gallagher spricht über das Verhältnis seines Unternehmens zur FIA, über das es viele Gerüchte gibt

Über das FIA-Einschreibungsverfahren erhielten drei Teams - Campos, Manor und US F1 - ihren Startplatz für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010. Das Einschreibungsverfahren war jedoch nicht unumstritten und führte sogar zu zwei Gerichtsverfahren (N.Technology und Stefan GP). Angeblich soll die FIA den neuen Teams klargemacht haben, dass sie nur mit einem Cosworth-Motorenvertrag angenommen werden.

Nun hat sich erstmals Cosworth-Geschäftsführer Mark Gallagher zu diesen Vorwürfen geäußert: "Die einzige Sache, für die sich die FIA stark gemacht hat, ist, dass die Teams einen Motorenvertrag haben mussten", wird der Brite von '422race.com' zitiert. "Zu jenem Zeitpunkt war Cosworth die einzige Firma, die bereit war, potenziell alle Teams auszurüsten. Ich weiß das, weil ich damals Lola-Chef war und wir selbst einen Motorendeal abschließen wollten. Nur eine Firma war bereit, sofort einen Vertrag zu unterzeichnen, und das war Cosworth."

Das Kriterium, weshalb sich die FIA so stark für Cosworth einsetzt, ist laut Gallagher die Tatsache, dass die unabhängige Motorenschmiede als einziger Motorenlieferant in der Formel 1 bereit ist, theoretisch das ganze Starterfeld auszurüsten. Das ist in Zeiten, in denen sich die Automobilhersteller reihenweise zurückziehen, ein politisch schlagkräftiges Argument. Schon 2010 wird Cosworth mindestens fünf Teams ausrüsten.

"Angenommen, es kauft jemand das Toyota-Team, dann müssen wir bereit sein, Motoren zu liefern, falls Ferrari und Mercedes das nicht wollen", erklärt Gallagher. "Die Hersteller können sich entscheiden, ob sie liefern wollen oder nicht, aber wir sind dazu verpflichtet. Wir würden niemals eine Vorstandssitzung haben und sagen, dass wir aus der Formel 1 aussteigen. Wenn die Leute unseren Motor wollen, dann sind wir für immer hier."

Fotoquelle: Ford

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