Brawn ist happy mit seiner Entscheidung, die Mehrheit der Anteile zu verkaufen

Formel 1 2009

— 21.11.2009

Brawn sieht "starke Zukunft" für sein Team

Obwohl Ross Brawn nicht mehr Namensgeber für das neue Mercedes-Werksteam ist, bereut er die Entscheidung zum Verkauf nicht

Weltmeistermacher Ross Brawn und seine vier Kollegen aus dem Management halten seit dem Verkauf an Daimler (45,1 Prozent) und Aabar (30) nur noch 24,9 Prozent der Anteile am ehemaligen Brawn- beziehungsweise neuen Mercedes-Werksteam. Mit dem Verkauf hat sich auch der Teamname geändert, doch Brawn hat damit kein Problem.

"Irgendwann musst du als Teameigentümer das Ruder abgeben", wird der Brite vom 'Independent' zitiert. "Ich bin fast 55 und habe nicht vor, einen Bernie abzuziehen." Brawn spielt damit auf Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone an, der auch mit 79 Jahren noch keinerlei Rücktrittsgedanken hegt und seinen Job wahrscheinlich so lange machen wird, "bis er im Fahrerlager tot umfällt", wie im Grand-Prix-Zirkus oft scherzhaft gesagt wird.

Brawn bedauert zwar, dass er nicht mehr Namensgeber für das in Brackley beheimatete Team ist, doch er hält seine Entscheidung für richtig: "Es war schon verlockend, den diesjährigen Erfolg zu wiederholen, aber es wäre auch ein gewaltiges Risiko gewesen. Wir arbeiten bereits seit einiger Zeit mit ihrer Motorengruppe zusammen. Es war eine Möglichkeit, dem Team eine sehr starke Zukunft zu sichern", so der Mercedes-Teamchef.

"Ich habe zur Belegschaft gesagt: 'Ja, es war nur ein Jahr - aber was für eins!' Wir hatten eine wunderschöne Zeit und in vielerlei Hinsicht war der Verkauf eine schwierige Entscheidung, aber jetzt haben wir uns mit der renommiertesten Marke in der Automobilwelt zusammengetan", sagt Brawn stolz. Daran, dass er auch unter neuen Eigentumsverhältnissen die Kontrolle über alle sportlichen Entscheidung haben wird, ändert sich ohnehin nichts.

"Es war Teil des Anreizes für Mercedes, dass das Managementteam bleibt", erklärt Brawn nicht ganz ohne Stolz. "Natürlich sind wir auf ihre Budgetentscheidungen angewiesen, aber die rennsportlichen Entscheidungen werden weiterhin wir treffen. Es ist wie mit allem im Leben: Wenn wir einen guten Job machen, bleibt alles beim Alten, während sich die Dinge ändern werden, wenn wir keinen guten Job machen."

Fotoquelle: xpb.cc

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