Bruno Senna will erfolgreich aus dem Schatten von Onkel Ayrton herausfahren

Formel 1 2009

— 23.11.2009

Senna: Mit Erfolgen zum eigenen Namen

Bruno Senna steht in den Startlöchern für sein Formel-1-Debüt und will endlich aus dem Schatten seines Onkels Ayrton heraustreten

Campos-Neuverpflichtung Bruno Senna rüstet sich für sein Formel-1-Debüt. So war der Brasiliner jetzt zu Besuch bei Dallara in Parma, wo er sich einen ersten Eindruck von seinem neuen Arbeitsgerät verschaffte und wo er von den Ingenieuren vermessen wurde, damit das Cockpit an ihn angepasst werden kann.

"Ich bin angenehm überrascht, wie weit die Entwicklung des Autos bereits fortgeschritten ist", so Senna, der es aufregend findet, dass Sitz und Sitzposition ihm auf den Leib geschneidert werden: "Ich bin bereits früher in Dallara-Rennwagen an den Start gegangen und ich habe vollstes Vertrauen in ihren Arbeitsstil, ihre Erfahrung und ihr Können. Wir sind ein neues Team und werden am Anfang sicherlich Probleme haben, aber wenn wir weiter in diese Richtung arbeiten, werden wir eine gute Debütsaison haben."

"Das Projekt ist schon weit fortgeschritten und wir haben bereits die internen Homologationstests bestanden", berichtet der Campos-Verantwortliche Toni Cuquerella über den Stand der Dinge. "Dallara hat seit Monaten außerordentlich hart gearbeitet und wir sind mit den Ergebnissen bisher mehr als zufrieden." So konnten bereits erste Simulationen von fast allen Grand-Prix-Strecken 2010 durchgeführt werden. Beim Test Anfang Februar in Valencia soll zumindest ein Auto einsatzbereit sein, zwei Wochen später in Barcelona auch das zweite.

Senna hat sich vor allem eines vorgenommen: Er will endlich aus dem Schatten seines Onkels Ayrton heraustreten, mit dem er bisher immer verglichen wurde. Und er ist davon überzeugt, dass er mit dem Druck, im Rampenlicht der Formel 1 zu stehen, zurechtkommen wird. "Bei meinem ersten Rennen war ein Kamerateam dabei", sagt er in einem Interview mit der 'BBC'. "Es gab also von Anfang an viel Druck, viele Erwartungen und hohe Ansprüche. Das war eine Konstante in meinem Leben."

"Mir wurde immer mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht als den anderen in meiner Klasse und ich weiß, dass das in der Formel 1 noch wesentlich mehr der Fall sein wird", so Senna weiter. "Das ist mir durchaus bewusst, aber ich bin bereit dafür. Jeder Fahrer, der in die Formel 1 kommt, hat großen Druck und ich glaube, dass ich damit umgehen kann."

Er habe in seinem Leben ungeführt 5.000 Interviews gegeben, erklärt der Brasilianer weiter, "und in etwa 99 Prozent davon wurde Ayrton erwähnt. Es ist nicht so gut, dass sie mich alle über Ayrton befragen. Aber ich glaube, dass das etwas nachlassen wird, wenn mich die Leute besser kennen. Ich glaube, die beste Art und Weise, mir meinen eigenen Namen zu machen und Erfolg zu haben, ist gute Ergebnisse zu bringen. Und die Formel 1 ist dafür die beste Bühne."

Fluch und Segen

Ein Name wie Senna kann Fluch und Segen zugleich sein und der junge Brasilianer räumt ein, dass ihm der Name durchaus geholfen hat, es bis in die Formel 1 zu schaffen. So muss er für sein Cockpit bei Campos keine eigenen Sponsoren mitbringen, sondern das Team sucht gemeinsam mit ihm nach Geldgebern. Dazu komme allerdings, dass Adrian Campos großes Vertrauen in seine fahrerischen Fähigkeiten habe.

"Das ist in diesem Jahr, in dem die meisten Teams von ihren Fahrern Sponsorengelder oder Partner wollen, eine zeimlich einmalige Situation", so Senna. "Sie werden erst am Ende des Jahres über ihre Fahrer entscheiden, aber ich will nicht von ihnen abhängig sein und auf ihre Entscheidung warten. Deshalb bin ich das kalkulierte Risiko eingegangen, für ein neues Team zu fahren. Doch ich bin sehr zuversichtlich, dass Campos es von Anfang an richtig machen wird."

"Ich möchte immer das Beste aus meiner Situation machen", schließt Senna. "Es wäre natürlich großartig, wenn ich nach meiner Zeit bei Campos einen Vertrag bei einem großen Team bekommen könnte. Aber das kommt nicht von allein. Ich muss sehr hart dafür arbeiten und ich will das jetzt gemeinsam mit Campos tun, damit wir die gesteckten Ziele erreichen. Ich will den Leuten zeigen, was ich kann, denn so wird meine Karriere dann nach oben gehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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