Niki Lauda sieht die Brawn-Übernahme durch Mercedes als gelungen an

Formel 1 2009

— 25.11.2009

Lauda lobt Mercedes: "Ein meisterhafter Schachzug"

Einzig die Fahrerfrage sieht Niki Lauda kritisch, der die Brawn-Übernahme durch Mercedes ansonsten als "meisterhaften Schachzug" beurteilt

Für Niki Lauda steht der Formel-1-Welt in der Saison 2010 ein spannendes Jahr ins Haus. Mit Fernando Alonso und Jenson Button wechselten zwei Weltmeister in zwei Top-Teams, während Vizechampion Red Bull mit Sebastian Vettel und Mark Webber auf die Karte Konstanz setzt. Dazu gesellen sich natürlich noch die neuen Silberpfeile.

"Ferraris Fahrerpaarung Alonso/Massa und McLaren mit ihren beiden Britischen Champions sind sehr stark einzuschätzen", orakelt Lauda. "Wir haben ebenfalls gesehen, dass sich Vettel und Webber gegenseitig anstacheln können. Insofern sind die Silberpfeile mit Top-Besetzungen konfrontiert und meiner Meinung nach sind alle Top-Piloten bereits unter Vertrag."

Vor allem das Button-Engagement war für Lauda "ein typischer Ron-Dennis-Schachzug, ein Team mit zwei Britischen Weltmeistern. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass Ross Brawn mit Jensons Leistungen in der zweiten Saisonhälfte nicht völlig zufrieden war." Die Konsequenz für Mercedes ist nun die Suche nach einem zweiten Fahrer, "der sich zumindest auf dem Niveau von Jenson befinden muss."

So ist Nico Rosberg im Moment der einzige offizielle Mercedes-Pilot. "Ganz sicher ein guter Mann", urteilt Lauda. "Aber auch gute Leute werden nur dann besser, wenn ihnen der Teamkollege 24 Stunden am Tag eine harte Zeit gibt. Das kann in Sachen Leistung und Entwicklung nur positiv sein."

Brawn-Übernahme perfekt für Mercedes

Die Fahrerfrage ist für Lauda auch der einzige Kritikpunkt eines ansonsten "meisterhaften Schachzuges" von Mercedes. "Sie folgen dem Konzept der Kostenreduktion, wenn im Jahr 2011 die Budgets auf 100 Millionen US-Dollar pro Team beschränkt sind. Brawn GP hat sich für diese Situation schon vorbereitet, während vielen anderen eine schwierige Saison 2010 ins Haus steht."

Denn im kommenden Jahr muss die Konkurrenz "gleichzeitig daran arbeiten, auf der Strecke konkurrenzfähig zu sein und in wirtschaftlichen Angelegenheiten zu schrumpfen." Zudem kann Mercedes nun "die echten Silberpfeile auferstehen lassen und das ist für den Autohersteller ein exzellentes Marketingwerkzeug."

Mit anderen Worten: Mercedes ist es gelungen, mit einer "vernünftigen Kosten/Nutzen-Rechnung in der Formel 1 zu bleiben. Und dann darf man ja nicht vergessen, dass sie das Weltmeisterteam gekauft haben." Das sorgt in sportlicher Hinsicht für eine große Erwartungshaltung, die dann erfüllt werden kann, wenn die sportlichen Strukturen nicht verändert werden.

Lauda glaubt: "Natürlich wird Mercedes ein Teil des Entscheidungsprozeß sein, aber diejenigen, die die Fäden in der Hand behalten, sind Ross Brawn und seine Mannschaft. Sie haben den Erfolg abgeliefert, insofern würde alles andere gar keinen Sinn machen." Fehlt nur noch ein zweiter Silberpfeil-Pilot...

Fotoquelle: xpb.cc

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