Ab Dienstag wird wieder getestet: Aber nur Formel-1-Neulinge sind zugelassen...

Formel 1 2009

— 30.11.2009

Start frei zum Nachwuchstest: Chance für Neulinge

Im Rahmen der Young-Driver-Days 2009 können die Formel-1-Teams im spanischen Jerez einige vielversprechende Renntalente evaluieren

Das Formel-1-Testverbot gilt zwar noch bis zum Jahresende, doch schon in dieser Woche dürfen die Rennställe wieder einige Probefahrten unternehmen. Zum Einsatz kommen dabei allerdings nicht die arrivierten Stammpiloten, denn in Jerez dürfen lediglich junge Nachwuchsfahrer ins Lenkrad greifen. Wer nicht mehr als zwei Formel-1-Grands-Prix bestritten hat, ist zu diesem Dreitagetest zugelassen.

Die neun Teams der Formel 1 - Toyota nimmt nach dem Rennrückzug nicht an den Versuchsfahrten in Jerez teil und die neuen Rennställe um Campos, Lotus, Manor und US F1 sind auch nicht dabei - wollen aus dieser Möglichkeit freilich Kapital schlagen und schicken einige ambitionierte Youngster auf die Strecke. Für viele Piloten ist dies die erste Testchance in einem Formel-1-Rennwagen.

Vier Nachwuchsfahrer für Ferrari in Jerez

Für manche Teams markiert der dreitägige Auftritt in Jerez aber zugleich einen Abschied: So rückt das Sauber-Team in Spanien letztmals mit dem BMW Sauber F1.09 Fahrzeug aus und ermöglicht den beiden ehemaligen Formel BMW Siegern Esteban Gutiérrez und Alexander Rossi eine Formel-1-Probefahrt. Beide hatten sich durch ihre Erfolge in der Nachwuchsserie für einen Test empfohlen.

Ferrari verfolgt einen ähnlichen Kurs und bringt - wie schon im vergangenen Jahr - die drei bestplatzierten Piloten der italienischen Formel 3 an den Start. Pablo Sánchez López, Daniel Zampieri und Marco Zipoli kommen in dieser Woche in den Genuss, den F60 der Scuderia zu fahren. Eine Chance, wie sich auch Jules Bianchi zuteil wird: Der Franzose darf zwei komplette Tage in Rot bestreiten.

Das volle Testprogramm von Red Bull wird hingegen nur von einem einzigen Fahrer absolviert: Daniel Ricciardo sicherte sich in der abgelaufenen Rennsaison den Titel in der britischen Formel 3 und darf nun drei Tage lang im RB5 von Sebastian Vettel und Mark Webber Platz nehmen. Schwesterteam Toro Rosso hat mit Mirko Bortolotti und Brendon Hartley zwei weitere Red-Bull-Junioren eingeladen.

Hülkenberg mit "Bonusmeilen" in Spanien

Auch bei Williams löst man in Jerez ein Versprechen ein: Als Sieger der neu aufgestellten Formel-2-Meisterschaft erhält Andy Soucek einen Testtag beim britischen Traditionsteam und übergibt dann sein Cockpit an Nico Hülkenberg, der 2010 zum Stammfahrer bei Williams aufsteigt. Für den jungen Deutschen sind die Probefahrten von Spanien ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf die neue Saison.

Während Hülkenberg seinen Formel-1-Platz schon sicher hat, liebäugeln J.R. Hildebrand und Paul di Resta mit der Position als Testfahrer bei Force India. Der indisch-britische Rennstall von Teamchef Vijay Mallya ermöglicht dem US-Amerikaner seine ersten Gehversuche in der Formel 1, DTM-Routinier di Resta möchte sich hingegen nachhaltig für ein Engagement im Formelsport empfehlen.

Nachwuchsförderung hat sich auch das neue Mercedes-Werksteam auf die Fahnen geschrieben: In Jerez dürfen sowohl Mike Conway als auch Marcus Ericsson am Lenkrad des Fahrzeugs drehen, mit dem Jenson Button und Rubens Barrichello in der abgelaufenen Saison beide Formel-1-WM-Titel einfahren konnten. Bei den Silberpfeilen könnte ebenfalls ein Posten als Testpilot herausspringen.

Renault schickt ein Trio an den Start

Gleich drei Fahrer dürfen in dieser Woche eine Ausfahrt im Renault R29 unternehmen. Der französisch-britische Rennstall belohnt den Belgier Bertrand Baguette für seinen Titel in der Renault-World-Series (WSbR) mit einer Probefahrt im aktuellen Rennfahrzeug. GP2-Routinier Lucas di kann weitere Formel-1-Testerfahrung sammeln und Ho-Pin Tung erhält ebenfalls eine Testchance bei Renault.

Für McLaren bestreitet Oliver Turvey die Young-Driver-Days von Jerez, die sich am üblichen Testablauf der Formel 1 orientieren werden: Von Dienstag bis Donnerstag gibt es jeweils eine Morgensession sowie eine Nachmittagseinheit, die von einer einstündigen Mittagspause getrennt werden. Und die Vorfreude bei den Youngstern ist bereits groß.

"Ich will möglichst viel Spaß haben", wird Ricciardo von 'AAP' zitiert. "Schon von Kindesbeinen war es mein Traum, einen Formel-1-Rennwagen zu fahren. Ich kann es kaum glauben, dass dieser Wunsch nun in Erfüllung geht", so der australische Rennfahrer. "Dieser Test soll bestmöglich für mich ablaufen. Dafür legen sich alle schwer ins Zeug", gibt der frühere Formel-3-Fahrer zu Protokoll.

Force-India-Tester Hildebrand gibt sich entspannt: "Ich hatte ein erfolgreiches Jahr in den Vereinigten Staaten und habe den Titel bei den Indy-Lights gewonnen. Ich habe also nicht viel zu verlieren", meint der US-Amerikaner gegenüber 'SpeedTV'. "Ich werde mich nach Leibeskräften bemühen, das Beste aus dieser Situation zu machen. Dann schauen wir einmal, was dabei herauskommt", so Hildebrand.

Die Testteilnehmer in der Übersicht:

Ferrari:
Jules Bianchi, Pablo Sánchez López, Daniel Zampieri, Marco Zipoli

Force India:
J.R. Hildebrand, Paul di Resta

McLaren:
Oliver Turvey

Mercedes:
Mike Conway, Marcus Ericsson

Red Bull:
Daniel Ricciardo

Renault:
Bertrand Baguette, Lucas di Grassi, Ho-Pin Tung

Sauber:
Esteban Gutiérrez, Alexander Rossi

Toro Rosso:
Mirko Bortolotti, Brendon Hartley

Williams:
Nico Hülkenberg, Andy Soucek

Fotoquelle: xpb.cc

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