Toyota befürchtet keine Geldstrafe in der Höhe von 150 Millionen Euro

Formel 1 2009

— 03.12.2009

Toyota gibt FIA-Startplatz zurück

News aus Köln: Toyota hat den FIA-Startplatz bereits zurückgegeben und bietet den neuen Teams neben dem Chassis auch Kamui Kobayashi an

Der Bestätigung eines 13. Startplatzes für Peter Sauber stehen nur noch Formalitäten im Weg: Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat das Toyota-Team nach dem Ausstieg des Automobilherstellers aus Japan seine Einschreibung für die kommende Formel-1-Saison bereits offiziell an die FIA zurückgegeben.

Das reduziert die Chancen des serbischen Geschäftsmannes Zoran Stefanovic, der bekanntlich mit dem Gedanken spielt, aus den Toyota-Überresten ein eigenes Team zu gründen, auf ein Minimum. Aus Köln hört man zwar, dass Stefanovic (genau wie andere neue Teams) angebissen hat, als das fertige 2010er-Chassis in Kombination mit Toyota-Equipment zum Verkauf angeboten wurde, doch bisher konnte kein Deal abgeschlossen werden.

Nachdem Toyota seinen Startplatz bereits zurückgelegt hat, müsste sich Stefanovic separat bei der FIA bewerben, was kaum Erfolgsaussichten hat. Für die bereits eingeschriebenen neuen Teams hätte ein fertiges Chassis von einer etablierten Designmannschaft einen interessanten Mehrwert bedeutet, doch die Treffen mit US F1 und Co. verliefen ergebnislos. Toyota hätte im Paket übrigens auch Fahrer Kamui Kobayashi angeboten.

Fest steht, dass Toyota unter keinen Umständen die komplette Toyota Motorsport GmbH in Köln verkaufen wird. Wichtigstes Anliegen der Japaner ist im Moment ohnehin, den Ausstieg aus der Formel 1 sauber abzuwickeln. So finden derzeit Gespräche mit Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone statt, um den Vertragsbruch des Concorde-Agreements, an das Toyota bekanntlich bis Ende 2012 gebunden war, zu klären.

Man hört, dass Toyota "wenn überhaupt, dann nur sehr geringe Verbindlichkeiten" erwartet - die in den Medien kolportierten 150 Millionen Euro Strafe erscheinen insofern unrealistisch. Vielmehr sei man auf eine einvernehmliche und freundschaftliche Lösung mit dem Inhaber der kommerziellen Rechte und der FIA aus. Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit, denn Ecclestone will die Tür für ein Toyota-Comeback sicher nicht dauerhaft zuschlagen...

Fotoquelle: Toyota

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