Daniel Ricciardo überraschte heute in Jerez mit einer tollen Wochenbestzeit

Formel 1 2009

— 03.12.2009

Schlusstag in Jerez: Fabelbestzeit von Ricciardo

Red-Bull-Junior Daniel Ricciardo stellte zum Abschluss der Young-Driver-Days in Jerez eine überragende Bestzeit auf - Nico Hülkenberg auf Platz fünf

Mit einem Paukenschlag endeten heute die Young-Driver-Days in Jerez de la Frontera: Red-Bull-Junior Daniel Ricciardo, amtierender Meister der Britischen Formel 3, brannte an seinem dritten Tag im Red-Bull-Renault RB5 eine Bestzeit von 1:17.418 Minuten in den Asphalt und war damit der überlegen schnellste Fahrer der gesamten Woche.

Bereits am Dienstag und Mittwoch hatte der 20-jährige Australier einen positiven Eindruck hinterlassen, heute setzte er seiner Performance aber das I-Tüpfelchen auf - auch wenn bei Testfahrten natürlich immer zu bedenken ist, dass die Teams unterschiedliche Programme fahren und die Zeitentabelle daher unter Umständen verzerrt sein kann. Aber Ricciardo blieb auch fehlerfrei. Der von ihm verursachte Abbruch kurz vor Ende der Session war rein technischer Natur.

Sein erster Verfolger war DTM-Leihgabe Paul di Resta, der im Force-India-Mercedes bereits 1,318 Sekunden Rückstand hatte. Di Resta stellte einmal mehr seinen Speed unter Beweis, sorgte aber auch zweimal für rote Flaggen: Um kurz nach 14:00 Uhr kam er in der Schikane von der Strecke ab, gut eine Stunde später rollte er auf einer Auslaufrunde an gleicher Stelle aus. Dennoch hinterließ er einen weit stärkeren Eindruck als sein "Teamkollege" J.R. Hildebrand (10./+2,455).

Überhaupt war heute der Tag der Unterbrechungen, nachdem sich die Junioren an den beiden Vortagen unglaublich diszipliniert präsentiert hatten. Insgesamt musste die Session viermal gestoppt werden - zum ersten Mal kurz vor der Mittagspause wegen eines Ausritts von Ferrari-Gasttester Marco Zipoli (13./+4,307). Dennoch konnten die neun Teams den Testtag dank der weitgehend trockenen Wetterbedingungen - nur mittags tröpfelte es leicht - optimal nutzen.

Bei Ferrari kam heute nicht mehr Jules Bianchi zum Einsatz, sondern das Spitzentrio der Italienischen Formel-3-Meisterschaft 2009. Nach Zipoli, dessen Auftritt mit seinem Fahrfehler beendet war, durften auch Daniel Zampieri (12./3,861) und Pablo Sánchez López im F60 Platz nehmen. Letzterer machte die beste Figur, belegte Platz elf unter 16 Fahrern und büßte auf die Spitze nur 3,650 Sekunden ein. Dabei durfte er am kürzesten fahren - nur etwas mehr als eine Stunde.

Geschichte schrieb indes Bertrand Baguette (+1,938) - und zwar nicht etwa wegen seines respektablen sechsten Platzes, sondern vielmehr weil der Renault-World-Series-Champion heute der letzte Fahrer war, der einen offiziellen Testtag für das BMW Sauber F1 Team absolvieren durfte. Dieser war von technischen Problemen überschattet, dennoch kam der Belgier bei seinem zweiten Auftritt nach dem Renault-Test am Dienstag auf 70 Runden.

Vor Baguette landeten Gary Paffett (McLaren-Mercedes/+1,328), Mike Conway (Brawn-Mercedes/+1,678) und Nico Hülkenberg (Williams/+1,808) auf den Positionen drei bis fünf. Letzterer legte heute mit 106 Runden ein beeindruckendes Pensum hin - noch fleißiger war mit 123 Umläufen nur Lucas di Grassi (9./+2,184), der den Renault R29 praktisch für sich alleine hatte. Ho-Pin Tung saß lediglich vier Runden lang im französischen Boliden und wurde 16. und Letzter.

Fotoquelle: xpb.cc

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