Nach langem hin und her ist der Grand Prix in Silverstone wieder zurück auf Kurs

Formel 1 2009

— 07.12.2009

Silverstone freut sich über den Erhalt des Rennens

Nun ist es fix: Die Formel 1 gastiert für mindestens zehn weitere Jahre in Silverstone - Fährt die Formel 1 ab 2010 auf der neuen MotoGP-Variante?

Im Rahmen einer Pressekonferenz bestätigten die Verantwortlichen heute, was schon seit geraumer Zeit in der Luft lag: Die Formel 1 wird auch in den kommenden Jahren in Silverstone bleiben und nicht nach Donington umziehen. Die Streckenbetreiber haben mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone einen Vertrag über 17 Jahre ausgehandelt, wobei es nach zehn Jahren eine Ausstiegsklausel gibt.

"Es besteht eine einvernehmliche Möglichkeit, den Vertrag aufzukündigen", bestätigt Streckenchef Richard Phillips und fügt an: "Das ist aber nicht, was wir wollen. Es ist allerdings eine gute Sicherheitseinrichtung", meint Phillips, dem das Wohl der Zuschauer vor Ort überaus wichtig ist: "Wir wollen den Entertainment-Faktor vergrößern", kündigt der Brite beim Pressegespräch in London an.

"Es liegt uns sehr am Herzen, den Fans einen besseren Zugang zur Rennstrecke zu ermöglichen, die Tribünen zugunsten eines besseren Blicks zu verändern und unsere eigenen Zeltplätze noch besser zu verwalten als die gegenwärtigen Anlagen", gibt Phillips zu Protokoll - die Bauarbeiten für die Neugestaltung von Boxenanlage und Fahrerlager sollen unmittelbar nach den Feiertagen beginnen.

Das versicherte Damon Hill, Präsident des Britischen Rennfahrerklubs (BRDC): "Der Ruf von Silverstone, die Heimat des britischen Motorsports zu sein, wurde nun bestätigt", erklärt der frühere Formel-1-Pilot. "Es ist ein Ort für sämtliche Arten des Motorsports. Alle Mitglieder des BRDC lieben den Motorsport und wir freuen uns auf die MotoGP und auch auf den Britischen Grand Prix."

"Es ist nicht einfach, einen Vertrag in dieser Größenordnung anzutreten und man muss eine große Verantwortung auf sich nehmen. Der BRDC wollte allerdings, dass diese Beziehung andauert", hält Hill fest und fügt an: "Jedem von uns ist klar, dass der Britische Grand Prix nicht nur ein Sportevent ist. Es ist ein Katalysator für die Industrie dieses Landes", so der Formel-1-Weltmeister von 1996.

"Das Rennen zu verlieren hätte sich extrem negativ ausgewirkt und vielleicht wäre die Formel 1 dann niemals mehr zurückgekehrt", sagt Hill. Ein solches Szenario konnten die Verantwortlichen nun aber doch verhindern und sicherten sich einen Deal in dem Umfang, wie ihn eigentlich auch Donington hätte erhalten sollen. Noch ist allerdings nicht ganz klar, wie der Grand Prix 2010 ablaufen wird.

Möglicherweise tritt die Formel 1 künftig auf dem leicht modifizierten Rennkurs an, der eigens für die MotoGP errichtet wird. Phillips: "Die FIA hat sich den Kurs bereits angesehen und wir haben diese Streckenvariante zur Homologation eingereicht. Wir hoffen, dass wir im Sommer auf dem 'Arena'-Kurs fahren können. Wenn das nicht klappt, können wir natürlich den bestehenden Kurs verwenden."

Fotoquelle: xpb.cc

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