Noch haben Nick Fry und Mercedes nicht entschieden, wer der zweite Fahrer wird

Formel 1 2009

— 10.12.2009

Fry: Kein Schumacher-Dementi

Team-Geschäftsführer Nick Fry über die Fahrerwahl bei Mercedes, die Gerüchte um Michael Schumacher und das Potenzial von Neuzugang Nico Rosberg

Kimi Räikkönen wird in der kommenden Saison definitiv nicht für Mercedes ins Lenkrad greifen - aber wer soll nun den zweiten Platz neben Nico Rosberg einnehmen? Darüber zerbrechen sich die internationalen Medien schon seit Wochen den Kopf - und immer wieder wird dabei der Name Michael Schumacher genannt. In Monte Carlo nahm Nick Fry Stellung zu den jüngsten Formel-1-Gerüchten.

Am Rande des Motor Sport Business Forums stand der Geschäftsführer des neuen Mercedes-Werksteams den Reportern Rede und Antwort - und wich Fragen nach Rekordchampion Schumacher stets geschickt aus: "Vielleicht können wir noch vor Weihnachten etwas verkünden", so Fry. "Wahrscheinlich aber erst Anfang Januar. Wir arbeiten daran. Mehr kann ich aktuell nicht sagen."

So viel ließ sich Fry aber in die Karten blicken: Räikkönen war tatsächlich ein Thema bei Mercedes und das Rallye-Engagement des Finnen kam für die Silberpfeile durchaus überraschend: "Das hat die Dinge etwas verändert, denn Kimi stand natürlich auf unserer Liste", gibt Fry in Monaco zu Protokoll und fügt an: "Nun sprechen wir eben mit anderen." Etwa auch mit einem siebenmaligen Weltmeister?

Fry gibt sich bedeckt: "Wir unterhalten uns mit zahlreichen Piloten", erklärt der Brite - eine genauere Aussage zu Schumacher lässt er sich nicht entlocken. Man unterhalte sich derzeit mit "drei bis vier" Piloten, doch die Nationalität der Fahrer spiele keine Rolle. "Mercedes hat lediglich den Wunsch geäußert, dass es schön wäre, einen deutschen Piloten an Bord zu haben", hält Fry fest.

Und dieser Wunsch ging mit der Verpflichtung von Rosberg bekanntlich bereits in Erfüllung, weshalb diese Thematik "in unserer Entscheidung keine Rolle mehr spielt", so Fry weiter. Der zweite Mercedes-Fahrer soll darüber hinaus über Formel-1-Erfahrung verfügen, erläutert der Geschäftsführer der Silberpfeile. Es sei unwahrscheinlich, dass 2010 ein Neuling bei Mercedes zum Zuge komme.

"Das haben wir in diesem Jahr gesehen: Du musst einfach zwei Fahrer haben, die dazu in der Lage sind, in jedem Rennen in die Punkte zu fahren. Von einem jungen Fahrer kann man das nicht unbedingt erwarten, zumal es nur wenige Testmöglichkeiten gibt", sagt Fry und fügt an: "Ich halte Nico für einen Rennsieger. Er wird sicherlich aufblühen - speziell unter der Anleitung von Ross Brawn."

"Nico hatte in der Vergangenheit vermutlich nicht immer das beste Material. Hoffentlich können wir ihm im kommenden Jahr ein gutes Auto hinstellen", hält Fry beim Motor Sport Business Forum fest. "Nico hat aber schon sehr viel Erfahrung gesammelt und das macht ihn sehr attraktiv für uns", kommentiert Fry die Verpflichtung des Youngsters. "Er ist noch jung und hat ganz sicher den Speed."

Fotoquelle: xpb.cc

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