Unter Jean Todt werden erste Maßnahmen der Veränderung ergriffen

Formel 1 2009

— 13.12.2009

FIA setzt auf neue Strukturen

Der Motorsport-Weltrat der FIA hat strukturelle Änderungen beschlossen, unter anderem die Einführung einer Frauenkommission und einer Umweltarbeitsgruppe

Unter dem neuen Präsidenten Jean Todt hat der Motorsport-Weltrat der FIA am vergangenen Freitag in Monte Carlo neben einem neuen Punktesystem und dem 2010er-Rennkalender für die Formel 1 auch einige strukturelle Veränderungen beschlossen. Diese lassen hoffen, dass nach Ende der Ära Max Mosley tatsächlich so etwas wie Umbruchstimmung aufkommen wird.

Zum Beispiel wurde eine Frauenkommission gegründet, der Rallyelegende Michèle Mouton als Präsidentin vorsitzen wird. Der Kommission werden noch zehn weitere Mitglieder angehören, darunter ein Gesandter der Teammanager, einer der Fahrer und interessanterweise einer des Motorradweltverbandes Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM). Hauptziel ist, Maßnahmen zu entwickeln, um Frauen im Motorsport stärker unterstützen zu können.

Ebenfalls nennenswert ist die Gründung einer eigenen Arbeitsgruppe für Umweltschutz, der Repräsentanten von anderen "grünen" Kommissionen innerhalb der FIA angehören werden. Aufgabe der neuen Arbeitsgruppe ist es, Vorschläge zu erarbeiten, um diverse FIA-Meisterschaften umweltfreundlicher zu gestalten.

Noch keine Entscheidung gibt es hinsichtlich der personellen Besetzung der Funktion des Formel-1-Bevollmächtigten. Ursprünglich wurde Alan Donnelly als Favorit auf diesen Posten gehandelt. Der Weltrat hat in Monte Carlo jedoch keine Namen bestätigt, sondern lediglich entschieden, dass es Bevollmächtigte geben wird, deren Aufgabe es ist, sich ausschließlich um die Formel 1 zu kümmern. Todt erhofft sich davon, sich selbst nicht ins Tagesgeschäft einmischen zu müssen.

Zum Aufgabengebiet der Formel-1-Bevollmächtigten gehört die Kommunikation mit allen Beteiligten, der Überwachung der Weltmeisterschaft und deren Weiterentwicklung im Interesse der FIA. Allerdings werden sie keine Entscheidungsbefugnis haben oder regelgebend agieren dürfen. Zudem hat der Weltrat die Sportliche Arbeitsgruppe beauftragt, sich bei einem Treffen im Januar Gedanken darüber zu machen, wie man die Formel 1 spannender gestalten könnte.

Fotoquelle: xpb.cc

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