Richard Branson hat schon jetzt viel Freude an Lucas di Grassi und Timo Glock

Formel 1 2009

— 16.12.2009

Branson: Ein Brite hatte gute Karten bei Virgin

Am Dienstag wurde Lucas di Grassi als zweiter Virgin-Pilot neben Timo Glock präsentiert, doch der Brasilianer war nicht der einzige Kandidat dafür

Timo Glock und Lucas di Grassi sind die beiden Rennfahrer, mit denen Teameigner Richard Branson im kommenden Jahr in der Formel 1 vorstellig werden wird. Der britische Geschäftsmann bringt in der neuen Saison seinen Virgin-Rennstall an den Start und vertraut dabei auf die Dienste eines Routiniers sowie auf das Talent eines Neulings. Einen britischen Fahrer hat Branson 2010 aber nicht an Bord.

Wie der 59-Jährige nun gegenüber 'GPUpdate.net' erläutert, stand dieses Thema aber sehr wohl zur Diskussion bei Virgin: "Wir standen kurz davor, einen britischen Rennfahrer für das Team zu verpflichten. Letztendlich haben wir uns aber für Lucas di Grassi sowie für seine Erfahrung und sein Talent entschieden", sagt Branson nur einen Tag nach der offiziellen Vorstellung seines Teams.

Von Neuzugang di Grassi erwartet sich der Airline-Chef jedenfalls einiges: "Man sollte nicht vergessen, dass er Kubica und Vettel in der Formel 3 geschlagen hat. Schaut euch nur einmal an, wie diese Burschen heute eingeschätzt werden", meint Branson und verweist auf das hohe Standing, das Renault-Fahrer Robert Kubica und Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel aktuell in der Formel 1 genießen.

Branson hätte aber auch nichts gegen eine Rennfahrerin einzuwenden, wie er weiter ausführt: "Wir hätten wirklich gerne ein paar Pilotinnen dabei und haben uns diesbezüglich auch ausführlich umgeschaut", erklärt der Virgin-Chef. "Die Formel 1 ist ein sehr anstrengender und körperlicher Sport. Es hat den Anschein, dass es einfach keine Frau gibt, welche dieser Herausforderung gewachsen ist."

Ohne die Beteiligung von Virgin hätte es auch das Manor-Team wohl kaum ins Starterfeld der Formel 1 geschafft, meint Branson und fügt an: "Das ist der letzte Rennstall, der zu einhundert Prozent in britischem Besitz ist. Und wenn Virgin nicht eingestiegen wäre, dann hätte es wahrscheinlich nicht geklappt", hält Branson fest - knapp 45 Millionen Euro lässt sich der 59-Jährige die Formel 1 kosten.

Fotoquelle: xpb.cc

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