Jean Todt plant die Gründung eines neuen Disziplinarausschusses

Formel 1 2009

— 20.12.2009

Todt plant einen neuen Disziplinarausschuss

FIA-Präsident Jean Todt spricht über einige seiner Ideen, darunter auch ein neuer Disziplinarausschuss für die Formel 1

Am 23. Oktober wurde Jean Todt von der FIA-Generalversammlung zum neuen Präsidenten des Automobil-Weltverbandes gewählt. Der Franzose trat als ideologischer Nachfolger von Max Mosley an, präsentierte seither aber ein Reformprogramm, das seine eigene Handschrift trägt - und das er unbedingt umsetzen will: "Die FIA ist mein neues Team", sagt Todt, "und ich möchte damit genauso erfolgreich sein wie mit den anderen Teams in meiner Karriere."

Was die Formel 1 angeht, wird er sich aber aus dem Tagesgeschäft heraushalten: "Ich werde einen Bevollmächtigten einsetzen, der mit allen Beteiligten sprechen wird, inklusive der Teamvereinigung. Wir wollen die Formel 1 weiterentwickeln. Als Regulator einer technisch hochgestochenen Sports werden wir auch einen Disziplinarausschuss ins Leben rufen, der Regelverstöße untersuchen und angemessene Strafen empfehlen soll", kündigt der Ex-Ferrari-Teamchef an.

Wie dieser Ausschuss im Detail aussehen wird, lässt Todt im Moment noch offen. Allerdings ist klar, dass diese Maßnahme eine Reaktion auf diverse Skandale der vergangenen Jahre ist, in denen die von der FIA ausgesprochenen Strafen teilweise scharf kritisiert wurden - man denke nur an die beiden Spionageaffären von 2007, für die McLaren mit 100 Millionen US-Dollar zur Kasse gebeten wurde, während Renault praktisch ungeschoren davonkam.

Todt will sich aber auch für das Wachstum des Motorsports in Regionen wie "Asien, Afrika und Südamerika" einsetzen: "In den nächsten paar Jahrzehnten wird es weltweit doppelt so viele Autos geben wie heute. Dadurch wird das Interesse am Motorsport natürlich steigen. Unsere Aufgabe ist es, den Motorsport für Sportler und Offizielle in allen Bereichen zugänglicher zu machen", legt der FIA-Präsident dar.

Außerdem tritt er für Umwelttechnologien ein: "Erstens, um Kritikern Wind aus den Segeln zu nehmen, zweitens, um Katalysator für ein technologisches Umdenken zu werden, das weltweit eine große gesellschaftliche Relevanz haben kann. Wir müssen Pionier der grünen Technologien werden, um damit Autofahrern weltweit zu helfen, die Umwelt zu schonen. Damit haben wir gerade erst begonnen, aber wir können noch viel erreichen", so Todt.

Fotoquelle: xpb.cc

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