Die italienischen Fans könnten bald zwei Rennen im eigenen Land haben

Formel 1 2009

— 21.12.2009

Grand Prix in Rom noch nicht gesichert

Während aus Monza Giftpfeile nach Rom geschossen werden, geben die Verantwortlichen zu, dass noch nicht alles unter Dach und Fach ist

Zwar hat Bernie Ecclestone sein Einverständnis signalisiert, mit der Formel 1 ab 2012 nach Rom zu kommen, doch noch ist der Vertrag nicht unter Dach und Fach: "Die erste Vereinbarung ist unterschrieben", bestätigt Promoter Maurizio Flammini. "Ich kann keine Details verraten, aber es ist eine schriftliche Bestätigung, dass Bernie den Grand Prix unterstützen wird."

Doch damit ist es natürlich noch lange nicht getan: "Wir brauchen die Zustimmung der Provinz, der Region, des ACI (Automobile Club d'Italia; Anm. d. Red.) und der FIA. Ich glaube, wir werden noch sieben oder acht Monate dafür benötigen. Es ist ein langwieriger administrativer Prozess", erklärt der Italiener. Sollte jedoch alles klappen, dann wird im Römer EUR-Bezirk 2012 erstmals ein Formel-1-Grand-Prix stattfinden.

Ferrari nun pro Rom

"Es sind nur noch ein paar Leute dagegen", zeigt sich Flammini gegenüber 'La Repubblica' optimistisch. "Selbst Präsident di Montezemolo hat seine Meinung geändert, als wir ihm Details des Projekts gezeigt haben. Außerdem wäre es kein Stadtrennen, denn die Straßen im EUR-Bezirk sind gewaltig und lassen tolle Sicherheitsmaßnahmen zu, sogar permanente Strukturen. Wir hätten quasi ein Stadtrennen mit allen Vorzügen einer permanenten Rennstrecke."

"Das angepeilte Jahr ist 2012, aber das könnten wir sogar beschleunigen, falls es uns gelingt, die Strukturen in Rekordzeit aufzubauen", gibt er weiter zu Protokoll. "Vom Termin her würden wir uns am ehesten ein Rennen im Frühling oder Herbst wünschen, aber ein Rennen im August hätte auch seine Vorteile, denn im August haben wir in Rom am wenigsten Verkehr und es sind mehr Zimmer in den Hotels verfügbar."

Spannungen zwischen Rom und Monza

Indes bahnt sich abseits des Hauptschauplatzes ein Nebenzwist mit Monza an. Zwar hat Bürgermeister Gianni Alemanno bereits klargestellt, dass sich Rom nicht als Ersatz von, sondern als Ergänzung zu Monza sieht, doch an der Traditionsstrecke scheint man diesen Worten wenig Glauben zu schenken: "Das ist ein Akt der Arroganz einer parasitären Hauptstadt, die seit 2.000 Jahren vom gestohlenen Sauerstoff anderer Städte lebt", tobt Monzas Bürgermeister Marco Mariani.

Von einem weiteren Politiker wird Flammini sogar unterstellt, "nicht das erste Mal der Propaganda wegen" gelogen zu haben. Doch das lässt der Superbike-Promoter nicht auf sich sitzen: "Ich brauche diese Propaganda nicht. Meine Arbeit in 30 Jahren ist Beleg für meine Qualitäten. Wir haben aus dem Nichts die Superbike-WM aufgebaut und wir haben eine gute Beziehung zur Strecke in Monza, auf der die Superbike-WM seit 20 Jahren gastiert."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Formel 1 Themen

News

Top 10: Die meisten Grand-Prix-Starts ohne einen Sieg

News

Das schlechteste Auto, das je einen Grand Prix gewonnen hat?

News

Neue Formel-1-Autos 2017: Rückkehr der Schrankwände?

News

Red Bull: Piloten werden ungeduldig

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.