Luca di Montezemolo sieht in der Formel 1 weiterhin großen Handlungsbedarf

Formel 1 2009

— 22.12.2009

Di Montezemolo übt Kritik an Ecclestone

Die Formel 1 bekommen 50 Prozent der Einnahmen, langfristig wollen sie aber mehr - Ferrari kündigt neue Projekte wie Le Mans und Indy 500 an

Die zur FOTA zusammengeschlossenen Formel-1-Teams, die FIA und der von Bernie Ecclestone repräsentierte Inhaber der kommerziellen Rechte haben sich erst diesen Sommer auf ein neues Concorde-Agreement geeinigt. Dieses läuft jedoch nur bis Ende 2012. So gesehen zeichnet sich der nächste Streit schon jetzt ab.

FOTA-Präsident Luca di Montezemolo bezieht jedenfalls schon mal Stellung: "Wir brauchen einen gemeinsamen Tisch, an den wir alle Ideen für einen richtigen Neustart tragen können", fordert er in der 'Gazzetta dello Sport'. "Wir müssen auch an einen neuen Motor ab 2013 denken. Bernie? Ich kenne keinen anderen Sport, in dem jemand 50 Prozent Provision einstreift. Wir kommen gerade aus einer Max-Mosley-Administration, die zum Vergessen war!"

Jahrelang wurden die Teams mit einem Bruchteil der Einnahmen aus dem großen Formel-1-Topf abgespeist, während Ecclestone den Bärenanteil einheimste. Seit dem Vorvertrag von Mai 2006 gab es immerhin eine 50:50-Verteilung. Dass sich di Montezemolo und seine Mitstreiter damit langfristig zufrieden geben werden, ist aber unwahrscheinlich. Vielmehr werden sie beim Aushandeln des nächsten Concorde-Agreements um noch mehr Geld kämpfen.

Bei Ferrari führte die Unzufriedenheit mit der Formel 1 in diesem Jahr sogar so weit, dass der Vorstand den Ausstieg beschloss. Daran kann sich inzwischen kaum noch jemand erinnern: "Wir haben das ernsthaft in Betracht gezogen", sagt di Montezemolo. "Einige sind ausgestiegen, eine Folge von starrer Politik. Jetzt haben wir neue Teams mit zahlenden Fahrern, aber wie viele werden beim ersten Rennen wirklich am Start sein?"

Der Italiener gilt als entschlossener Gegner von allzu drastischen Kostensenkungsmaßnahmen, weil er der Meinung ist, dass die Formel 1 in technologischer Hinsicht die Königsklasse des Motorsports bleiben muss. Ferrari zeigt aber durchaus auch Interesse an anderen Betätigungsfeldern: "Nach 2012 möchten wir auch in Le Mans oder Indianapolis gewinnen", kündigt di Montezemolo neue Zukunftsprojekte an.

Fotoquelle: xpb.cc

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