Endlich Mercedes: Michael Schumacher strahlt mit dem Stern um die Wette

Formel 1 2009

— 23.12.2009

Das große Interview mit Michael Schumacher

Die Telefonkonferenz im Wortlaut: Was Michael Schumacher zum Comeback bewogen hat und welche ehrgeizigen Ziele er sich wieder setzt

Normalerweise schalten sich zu den Telefonkonferenzen, die Mercedes regelmäßig veranstaltet, eine Handvoll Journalisten aus dem deutschen Sprachraum zu. Als heute Mittag die Verpflichtung von Michael Schumacher bekannt gegeben wurde, war jedoch alles anders: Berichterstatter aus der ganzen Welt hingen in der (dementsprechend qualitätsgestörten) Leitung und lauschten den Ausführungen des siebenfachen Weltmeisters.

Die ebenfalls zugeschalteten Mercedes-Verantwortlichen Ross Brawn und Norbert Haug spielten im Zuge der gut 30 Minuten bestenfalls eine Statistenrolle. Dafür erklärte Schumacher selbst umso ausführlicher, was ihn zum Comeback bewogen hat und warum ihn erst der bizarre Unfall von Felipe Massa in Budapest überhaupt wieder über den Grand-Prix-Sport nachdenken ließ. 'Motorsport-Total.com' war bei der Bekanntgabe dabei und hat das Gesprächsprotokoll aufgezeichnet.

Frage: "Michael, was hat dich zur Rückkehr bewogen?"
Michael Schumacher: "Ende November bekam ich einen Anruf von Ross, der in mir die Lust weckte, wieder Rennen zu fahren. Das Wissen, dass Mercedes involviert sein würde, war ebenfalls ein Anreiz. Ich war ja nie weg von der Rennstrecke. Dementsprechend müde war ich Ende 2006. Ich hatte keine Energie und keine Motivation mehr. Drei Jahre Pause haben mir aber die Energie zurückgebracht, die ich jetzt spüre. Ich habe mit Motorrädern und Karts rumgespielt und fühle mich jetzt wieder bereit für etwas Ernsthaftes."

Nacken macht keine Probleme mehr

Frage: "Wie geht es deinem Nacken?"
Schumacher: "Bevor ich grünes Licht gegeben habe, habe ich hart trainiert, um auch für mich selbst sicher zu sein. Die Verletzung ist hundertprozentig ausgeheilt und kein Thema mehr. Als ich im Sommer für Felipe einspringen wollte, war der Zeitpunkt leider noch zu früh, aber jetzt hatte die Verletzung genug Zeit, um komplett auszuheilen."

Frage: "Traust du dir zu, es noch einmal Rad an Rad mit Fahrern wie Fernando Alonso und Lewis Hamilton aufzunehmen? Bist du dafür mit 41 noch entschlossen genug?"
Schumacher: "Ich bin absolut zuversichtlich. Ich fühle mich absolut auf der Höhe. Wir hatten das Race of Champions und einige Kartrennen. Während meiner aktiven Karriere bin ich immer Kart gefahren, um mich fit zu halten, und als ich jetzt wieder Kartrennen fuhr, war ich sofort schnell. Ich muss den Beweis, dass ich Rad an Rad mit diesen Jungs fahren kann, erst im Cockpit erbringen, aber ich fiebere dem schon entgegen! Das ist aufregend und ich freue mich darauf. Ich zweifle nicht an mir. Und das Tolle ist, dass ich von außen voll unterstützt werde und dass niemand Zweifel an meinen Fähigkeiten hat."

Frage: "Was bedeutet es für dich, Ferrari zu verlassen und mit Mercedes zurückzukehren?"
Schumacher: "Es war sicher kein leichter Schritt, ganz ehrlich, denn ich habe viele Freunde bei Ferrari. Wir haben 14 Jahre lang zusammengearbeitet, elf davon als Fahrer. Ich nehme aus meiner Ferrari-Zeit viele schöne Erinnerungen mit. Der einzige Grund, weshalb ich ein Comeback überhaupt erst in Erwägung gezogen habe, war, dass mich Luca di Montezemolo darauf angesprochen hat. Mercedes hat mir die Gelegenheit dazu gegeben. Die Kombination aus Ross und Mercedes übt einen großen Reiz aus und vielleicht kann ich Mercedes auf diese Weise auch etwas für die Unterstützung in meiner Anfangszeit zurückgeben."

Frage: "Du hast einen außergewöhnlich guten Ruf, viele Erfolge und Rekorde. Bist du besorgt, dass dich die Leute an dem messen werden, was du vor deiner Pause erreicht hast?"
Schumacher: "Ich hoffe, dass sie mich daran messen werden! Das tun die Menschen eben. Ich komme in ein Team, das dieses Jahr beide Meisterschaften gewonnen hat, ein Team, das gerade von Mercedes übernommen wurde und einen starken Partner hat. Also kann mein Ziel natürlich nur der WM-Titel sein. Ja, ich erwarte starke Konkurrenz, wie wir diese Saison gesehen haben, als es sehr eng war, aber ich bin absolut begeistert, wieder dabei zu sein."

Vorher mit Corinna gesprochen

Frage: "Hast du vor deiner Entscheidung mit deiner Ehefrau und deinen Kindern gesprochen?"
Schumacher: "Natürlich. Es ist natürlich, dass man davor die persönliche Situation klärt, bevor man sich auf so etwas einlässt. Es gab diesbezüglich aber kein Problem, sondern wir alle sind gleichermaßen aufgeregt. Meine Frau legt immer größten Wert darauf, dass ich glücklich bin, und als sie das Leuchten in meinen Augen gesehen hat, widersprach sie mir überhaupt nicht - sie hat im Gegenteil sogar gesagt: 'Hab Spaß!'"

Frage: "Wie lange wirst du für Mercedes fahren?"
Schumacher: "Wir sprechen hier von einem Dreijahresvertrag. Es ist nicht nur eine kurzfristige Sache, sondern wir wollen nach einem gemeinsamen Beginn Kontinuität."

Frage: "Warst du unglücklich, als du nicht gefahren bist?"
Schumacher: "Nein. Wie ich vorhin schon erklärt habe, hatte ich Ende 2006 einfach keine Energie mehr. Ich habe dringend eine Pause gebraucht. Ich habe nicht darüber nachgedacht, dass es das endgültige Ende sein könnte, aber das war es natürlich. Doch in den drei Jahren habe ich viel rumgespielt und ich hatte viel Spaß. Es war letztendlich diese spezielle Kombination, die niemand planen konnte, die mich gereizt hat. Da habe ich mir gedacht: 'Warum nicht?'"

Frage: "Wie schätzt du deine Chancen ein, wieder Weltmeister zu werden, und wen hältst du für deine größten Gegner?"
Schumacher: "Schwer zu sagen, aber ich gehe davon aus, dass die vier stärksten Teams dieses Jahres wieder um die Meisterschaft kämpfen werden. Es wird ein enger Kampf, aber wir sind fest entschlossen. Ich für meinen Teil habe schon im Sommer gespürt, dass die Menschen Vertrauen in mich haben, und jetzt spüre ich es wieder. Als ich letzte Nacht in Brackley den Vertrag unterschrieben habe, hatte ich das Gefühl, dass man mir etwas zutraut. Das ehrt mich."

Ein 41-Jähriger fordert die Jugend

Frage: "Glaubst du, dass das Niveau heute höher ist als vor drei Jahren?"
Schumacher: "Es ist geht enger zu, ja, aber härter? Nein, warum? Es hat schon immer Topfahrer gegeben. Letztendlich ist dieser Wettbewerb ja genau der Grund, weshalb ich zurückkomme."

Frage: "Es gibt in der Formel 1 nicht viele Fahrer über 40. Warum ist das deiner Meinung nach so und glaubst du, dass du die Ausnahme der Regel sein kannst?"
Schumacher: "Das stimmt schon. Ich kenne auch nicht viele, aber das macht es zu etwas Besonderem."

Frage: "Bist du in den vergangenen zwei Wochen viel im Simulator gesessen und glaubst du, dass die Autos sich stark von denen unterscheiden werden, die du Ende 2006 hinter dir gelassen hast?"
Schumacher: "Nein, ich war noch nicht im Simulator - nur in meinem eigenen, auf meiner Trainingsmaschine. Die Autos werden ein bisschen anders sein, aber ich habe schon so viele verschiedene Fahreigenschaften erlebt, dass ich es als Stärke von mir einschätze, dass ich mich sehr gut auf alle möglichen Umstände anpassen kann."

Frage: "2010 wird es keine Tankstopps mehr geben. Du kennst das aus deiner Anfangszeit. Ist das ein Vorteil für dich?"
Schumacher: "Nein. Man könnte das vermuten, aber ich bin mir da nicht so sicher. Es ging bisher darum, mit dem Team den bestmöglichen Startplatz mit der bestmöglichen Strategie zu erreichen. Jetzt mit viel Gewicht ins Rennen gehen zu müssen, ist schon ein wichtiger Faktor, aber ich glaube kein entscheidender."

So fit wie eh und je

Frage: "Man kann die Fitness heutzutage sehr genau feststellen. Wie schneidest du da im Vergleich mit dem Michael Schumacher von 2006 ab?"
Schumacher: "Ich mache mir da keine Sorgen. Im Sommer habe ich gesehen, dass ich innerhalb von sehr kurzer Zeit wieder mein Level erreichen konnte. Ich habe nie mit dem Training aufgehört. Ich habe es reduziert, aber nie ganz eingestellt."

Frage: "Was hättest du gemacht, wenn Mercedes nicht bei Brawn eingestiegen wäre? Hattest du auch ein Angebot von McLaren?"
Schumacher: "Ich denke, wir hätten dann tatsächlich einen anderen Weg sehr ernsthaft in Betracht gezogen."

Frage: "Du bist schon ein bisschen älter und du warst jetzt drei Jahre lang weg vom Fenster. Wäre es dein größter Erfolg, wenn du jetzt Rennen und die Weltmeisterschaft gewinnen würdest?"
Schumacher: "Es wäre sicherlich eine einmalige Erfahrung und ein einmaliger Erfolg. Aber ich möchte jetzt erstmal ins Auto steigen und fahren. Über alles andere können wir später reden."

Frage: "Waren die vergangenen Wochen für dich begleitet von Magenschmerzen, wie man sie vor großen Entscheidungen oft hat, von einem Kribbeln, oder hast du das ganz kalt genommen?"
Schumacher: "Ganz und gar nicht. In den Gesprächen mit meinem neuen Renningenieur habe ich heute Morgen noch gesagt, dass ich mich gerade wie ein kleiner Junge fühle, der begeistert durch die Gegend hüpft! Ich bin wieder voller Energie und voller Tatendrang. Ich war drei Jahre raus, aber die Kombination Ross/Mercedes ist eine, an die ich glaube - und an mir selbst habe ich nicht wirklich Zweifel, um ehrlich zu sein. Wenn man sich die Meinungen von außen so anhört, gibt es da auch nur geringe Zweifel."

Dreijahresvertrag, danach Markenbotschafter

Frage: "Hat für dich auch eine Rolle gespielt, dass du bei den Motorradrennen nicht so ans Limit gehen konntest wie die schnelleren Piloten?"
Schumacher: "Nein, das hat keine Rolle gespielt. Ich war ja an meinem persönlichen Limit. Das ist das, woran der Rennfahrer seinen Spaß hat."

Frage: "In der Pressemitteilung ist von einer mehrjährigen Vereinbarung die Rede. Kannst du näher spezifizieren, was das konkret bedeutet, und kannst du dir vorstellen, danach eine Rolle als Botschafter zu übernehmen?"
Schumacher: "Die Idee ist generell mal die, dass wir für drei Jahre planen, was die Fahraktivitäten angeht. Sicherlich gibt es danach auch die Option, als Botschafter für Mercedes zu arbeiten. Das macht ja auch Sinn."

Frage: "Wegen deines Nackens: Hat es da einen Belastungstest gegeben oder wird es noch einen geben?"
Schumacher: "Nein. Das war für mich sicherlich die entscheidende Frage, nachdem ich der Belastung im Sommer eben nicht standhalten konnte. Ich habe mich sehr akribisch darauf vorbereitet und habe Übungen gemacht, die ich im Sommer noch nicht machen konnte. Da gab es verschiedene Übungen und Gewichte, die im Sommer nicht geklappt haben, die ich aber jetzt ohne Probleme aushalten kann. Ich habe auch die Bestätigung von meinem Arzt, dass ich keine Befürchtungen haben muss."

Frage: "Wie ist der Zeitplan bis zum ersten Grand Prix in Bahrain? Wann wird es Testfahrten geben, wann kommt der Simulator zum Einsatz?"
Schumacher: "Vorgesehen sind natürlich die offiziellen Testfahrten im Februar. Was ich bis dahin mache, werden wir uns genau überlegen. Wir werden versuchen, uns bestmöglich darauf vorzubereiten."

Freundschaftlicher Abschied von Ferrari

Frage: "Wie schwer ist dir der Abschied von Ferrari gefallen?"
Schumacher: "Mit Sicherheit nicht leicht. Es ist mir leichter gemacht worden, nachdem ich ganz offen mit Luca di Montezemolo darüber gesprochen habe und er freundschaftlich und sehr verständnisvoll auf die Situation reagiert hat. Er hat mitbekommen, dass ich im Sommer sehr enttäuscht war, als ich die Möglichkeit, die letzten Rennen zu fahren, absagen musste. Bei Ferrari war dann keine Möglichkeit vorhanden und es war in keinster Weise vorherzusehen, dass diese Möglichkeit entstehen würde."

"Die ist erst im November entstanden, nachdem mir Ross erzählt hat, was er in Zukunft so vorhat und wie sich Mercedes engagiert. Da ist mein Rennfahrerherz hochgekommen. Es ist unglaublich aufregend und es funkt wieder richtig in mir. Ich bin froh, dass ich mich so entschieden habe - aus dem einen Grund, weil es alte Bekannte sind und diese Konstellation etwas Besonderes ist. Ich hatte eine besondere Beziehung zu Ferrari und wäre nicht zu irgendeinem Team gegangen. Die Konstellation hat es letztendlich ausgemacht."

Frage: "War der gescheiterte Versuch, Felipe Massa zu ersetzen, die Initialzündung für deine Lust, oder war die vorher schon da?"
Schumacher: "Die war vorher eher nicht da. Im Gespräch mit Präsident di Montezemolo im Sommer wollte ich eigentlich erst absagen, aber nachdem ich festgestellt habe, dass ich da doch irgendwo auch Verpflichtungen habe, wurde mir erst klar, dass ich es eigentlich möchte und dass ich mich im Auto immer noch wohl fühle - trotz der Schmerzen. All diese Umstände haben schon die Lust in mir geweckt."

Frage: "Wie siehst du die Zusammenarbeit mit Nico Rosberg? Hast du schon mit ihm gesprochen?"
Schumacher: "Wir haben uns kurz miteinander unterhalten, allerdings waren zu dem Zeitpunkt noch offene Gespräche im Gange. Ich stehe der Sache sehr positiv gegenüber, denn Nico ist ein toller Kerl, der mit Sicherheit eine gewisse Energie mit reinbringt. Daher sehe ich das Ganze eher positiv."

Kein Vertrag als Nummer eins

Frage: "Wie siehst du als siebenfacher Weltmeister deinen Status im Team - auch im Vergleich zu Nico Rosberg?"
Schumacher: "Es gab in der Vergangenheit immer wieder diese kuriosen Gerüchte, dass ich mir einen Status habe zusichern lassen. Ich kann hiermit nur noch einmal bestätigen, dass das noch nie der Fall war. Das Team hat immer entschieden, wer welchen Status bekommt. Das wird hier sicherlich nicht anders sein."

Frage: "Du hast ein Comeback 2006 kategorisch ausgeschlossen. Hast du es dir leichter vorgestellt, von der Droge Geschwindigkeit loszukommen?"
Schumacher: "Ich habe vor 2009 nicht an ein Comeback gedacht. Die Initialzündung war die unvorhersehbare Situation im Sommer und dann jetzt die unvorhersehbare Situation, dass die Kombination aus Ross und Mercedes existiert. Davor habe ich nicht darüber nachgedacht, aber diese Kombination reizt mich. Dass ich nie von der Rennstrecke losgekommen bin, ist offensichtlich. Ich hatte immer Spaß am schnellen Auto-, Motorrad- oder Kartfahren. Das ist einfach ein Teil von mir. Nur für die Maschinerie Formel 1 hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr die Motivation. Aber Dinge ändern sich."

Frage: "Hältst du den heutigen Tag für einen geeigneten Zeitpunkt, um deine Motorradkarriere für beendet zu erklären, und kannst du zu den Gerüchten um Willi Weber Stellung nehmen?"
Schumacher: "Motorradfahren wird in meinem jetzigen Terminkalender sicherlich weniger Platz einnehmen, das ist gar keine Frage. Und zu der anderen Sache: Es ist definitiv so, dass Willi nach wie vor mein Manager ist. Wir sind auch nach wie vor eng befreundet. Ich werde älter und werde gewisse Dinge mal selbst in die Hand nehmen, aber trotzdem ist Willi nach wie vor auch für mich verantwortlich."

Frage: "Wie hat deine Frau reagiert und wie groß war die Überzeugungsarbeit, die du zu Hause leisten musstest?"
Schumacher: "Wenn ich Überzeugungsarbeit hätte leisten müssen, wäre es falsch gewesen. Ganz im Gegenteil: Es herrscht eine Harmonie. Meine Frau hat sofort in meinen Augen erkannt, dass es das ist, was ich möchte. Sie wird sicherlich auch mal mit dabei sein, wie sie das früher schon gemacht hat, und mir die Daumen Drücken."

Fotoquelle: Mercedes

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Nico Rosberg: Die schönsten Jubelfotos

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.