Superstar Michael Schumacher wirkt so motiviert und hungrig wie noch nie

Formel 1 2009

— 23.12.2009

Schumacher brennt auf sein Comeback

Von wegen altes Eisen: So motiviert und hungrig wie vor seinem Formel-1-Comeback hat man Michael Schumacher noch selten erlebt

Wer Michael Schumacher in der heutigen Telefonkonferenz zur Formel-1-Rückkehr bei Mercedes erlebt hat, der kann bestätigen, dass der 40-Jährige derzeit überhaupt nicht den Eindruck macht, als habe er sich für ein Comeback entschieden, um noch einmal ordentlich Geld abzusahnen oder im Rentnertempo ein bisschen Spaß zu haben. Ganz im Gegenteil: Er macht einen motivierteren und hungrigeren Eindruck als je zuvor.

"Ich kann den 1. Februar schon gar nicht mehr erwarten, denn das ist der erste Tag, an dem wir testen dürfen", fiebert der siebenfache Weltmeister, der seit August auch nicht mehr getestet hat, seinem Comeback nach drei Jahren Rennpause entgegen. "Für meine Geschmack ist diese Pause viel zu lang, aber so sind nun mal die Testbestimmungen - die lassen keinen früheren Test zu. Und dann freue ich mich natürlich auf den 14. März in Bahrain!"

Dann wird es genau 1.239 Tage her sein, dass er zum letzten Mal einen Grand Prix bestritten hat - nämlich die grandiose Abschiedsvorstellung mit rasanter Aufholjagd in São Paulo, die letztendlich trotzdem nicht gereicht hat, um noch ein achtes Mal Weltmeister zu werden. Damals hieß sein Gegner Fernando Alonso auf Renault. Der Spanier sicherte sich in jener Saison den WM-Titel.

2010 bildet Schumacher gemeinsam mit Nico Rosberg das deutsche Silberpfeil-Werksteam, während die Briten bei McLaren mit den beiden Weltmeistern Jenson Button und Lewis Hamilton ihre Traumkombination haben: "Das ist eine gute Geschichte, in der Tat", grinst Schumacher im 'BBC'-TV-Interview. Noch dazu wird im Juli hintereinander erst in Silverstone und dann in Hockenheim gefahren - elektrisierende Duellstimmung vorprogrammiert!

Dass die "jungen Wilden" nur so darauf brennen, ihm ein Bein zu stellen, ist Schumacher bewusst: "Jetzt haben sie ihre Chance", sagt er und fügt selbstsicher an: "Ich bin kürzlich Kartrennen gegen noch jüngere Gegner gefahren. Kartfahren ist eine sehr intensive Übung. Für Leute, die den Sport nicht so betreiben wie ich, ist das schwierig nachzuvollziehen. Ein Kart ist kein Formel 1, aber ich freue mich auf das Fahren und auf die Rad-an-Rad-Kämpfe. Das Feuer brennt wieder!"

Dafür ausschlaggebend waren zwei Dinge: Zunächst das gescheiterte Comeback bei Ferrari im Sommer, vor dem sich Schumacher überhaupt nicht mit dem Gedanken auseinandergesetzt hatte, es noch einmal zu probieren, und dann ein Anruf von Ross Brawn im November. Der Kombination seines engen Freundes Ross Brawn auf dem Kommandostand und seines ersten Förderers Mercedes als Teameigentümer konnte der Superstar aus Kerpen nicht widerstehen.

"Das war die einzige Kombination, die so eine Entscheidung auslösen konnte. Ich wäre für keine andere Kombination zurückgekehrt", hält Schumacher fest. "Ross ist ein langjähriger Freund, der mich sehr gut kennt - genau wie ich ihn. Wir verstehen uns blind. Wir haben Rennen gewonnen, die eigentlich nicht zu gewinnen waren. Wir haben gute und schlechte Zeiten miteinander erlebt, aber unterm Strich haben wir das alles immer positiv gesehen."

Fotoquelle: Mercedes

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