Altes Ferrari-Dreamteam wieder vereint: Michael Schumacher und Ross Brawn

Formel 1 2009

— 24.12.2009

Schumacher und Mercedes wieder vereint

Michael Schumacher freut sich über seine Rückkehr zu Mercedes und wirkt auch am Tag nach der Unterschrift glücklich wie ein kleines Kind

"Ich fühle mich extrem wohl mit meiner Entscheidung", sagt Michael Schumacher über sein Comeback in der Formel 1. Auch am Tag nach der medienwirksamen Bekanntgabe schwebt der siebenfache Weltmeister auf Wolke sieben und freut sich auf eine vielversprechende Kombination im Jahr 2010: "Wir haben Mercedes, wir haben Petronas und wir haben Ross, der seine Stärke in diesem Jahr wieder unter Beweis gestellt hat."

Mit Ross meint Schumacher Ross Brawn, den ehemaligen Ferrari-Chefstrategen, der ihn zu 88 seiner 91 Grand-Prix-Siege geführt hat. Mit der Vergangenheit in Maranello will er nicht nur deshalb nicht brechen: "Meine 14 Jahre bei Ferrari sind nicht zur Seite zu wischen. Meine Freunde in Italien möchte ich nicht missen. Aber obwohl wir uns getrennt haben, haben wir uns freundschaftlich getrennt. Das finde ich schön", so der 40-Jährige.

Erfreulich war auch die Resonanz der Medien auf das Comeback des Jahres: "Ich hätte vielleicht ein paar Aktien von der Medienberichterstattung kaufen sollen", grinst Schumacher und freut sich über die Unterstützung seiner vielen Fans in Deutschland und auf der ganzen Welt: "Fakt ist, dass es natürlich schön ist, welche Begeisterung die Nachricht schon im Sommer, aber auch jetzt ausgelöst hat, dass ich wieder zurückkomme."

"Die Entscheidung war die", gibt er zu Protokoll, "ob ich es mir überhaupt vorstellen könnte. In Abu Dhabi war diese Entscheidung noch überhaupt nicht vorhanden und ich hatte auch nicht die Bereitschaft, denn es gab in meinem Leben nichts, was ich vermisst hätte. Drei Wochen später - ich kann nicht erklären warum - war es einfach so. Es hat einfach gefunkt und der Gedanke hat zur richtigen Zeit einfach gepasst."

Letztendlich war es die Kombination aus Brawn und Mercedes, die ihn zur Rückkehr bewogen hat: "Es macht auf jeden Fall stolz, als Deutscher in einem deutschen Werksteam zu sein. Das ist schon eine heiße Nummer. Und dann auch noch in einem Silberpfeil mit Mercedes dahinter - etwas Besseres kann ich mir nicht vorstellen", schwärmt Schumacher, der schon lange vor seiner Ferrari-Zeit mit Mercedes verbunden war.

"Das war eine Superzeit", erinnert er sich. "Ich bin damals als Junior zu Mercedes gekommen, die mir meinen ersten professionellen Vertrag gegeben haben, die mich unterstützt haben. Ich hatte Einsätze in der Sportwagen-Weltmeisterschaft und auch im Tourenwagen, über die wir jetzt nicht unbedingt reden müssen. Aber es gab auch gute Sachen. Fakt ist, dass Mercedes da war, als es am wichtigsten wär, nämlich als es darum ging, in die Formel 1 reinzukommen. Das war 1991 in Spa."

Und weiter: "Mercedes hat damals das Ticket gelöst. Wir haben verschiedene Anläufe genommen, wieder zusammenzuarbeiten - zum Beispiel 1993, als Mercedes mit dem Sauber-Team in die Formel 1 gekommen ist. Aber das hat nicht geklappt, denn es war in dem Moment nicht wirklich das, was ich wollte, um ganz ehrlich zu sein. Jetzt haben wir eine Situation, in der alles perfekt passt und ich gerne ein bisschen was von dem zurückgeben möchte, was mir Mercedes ermöglicht hat."

Bei seiner Vorstellung in Brackley wurde der gebürtige Kerpener gestern stürmisch empfangen. Teamchef Brawn ("Ich habe ein Weihnachtsgeschenk für euch") präsentierte den Neuzugang der Belegschaft, die frenetisch Beifall klatschte und mit Handys Erinnerungsfotos schoss. Schumacher zeigte sich gerührt: "Das war ein großartiger Empfang! Ich bin sehr aufgeregt. Es ist klasse, diese Emotionen zu sehen. Ich freue mich wie ein kleiner Junge!"

Fotoquelle: Brawn

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