Franz Tost überwacht die Aufstockung von Toro Rosso als Teamchef

Formel 1 2009

— 25.12.2009

Toro-Rosso-Ausbau verläuft nach Plan

Teamchef Franz Tost spricht über den Ausbau der Toro-Rosso-Fabrik in Faenza - Sechs statt drei Werkshallen, 257 statt 80 Mitarbeiter

Zum ersten Mal seit der Übernahme des ehemaligen Minardi-Teams durch Red Bull hat Toro Rosso das Auto für die kommende Saison komplett selbst entwickelt und produziert. Hintergrund ist das 2010 in Kraft tretende Kundenautoverbot. Daher musste die Fabrik in Faenza transformiert werden, um den Anforderungen eines richtigen Konstrukteurs gerecht zu werden.

Bestand die Fabrik in Faenza zu Minardi-Zeiten noch aus drei Hallen, so sind es inzwischen schon sechs. Außerdem wurde die Belegschaft von 80 auf 257 Mitarbeiter aufgestockt. "Die Formel 1 ist in Sphären vorgerückt, die nicht mehr zu verantworten sind", wird Teamchef Franz Tost vom 'Blick' zitiert. "Es muss eine Gesundschrumpfung stattfinden. 2010 wird das letzte Wahnsinnsjahr sein. Auch wir müssen der Realität ins Auge schauen."

Das Absurde an der gerade stattfindenden Aufstockung ist: Die Budgets werden ab 2011 drastisch sinken, was voraussichtlich eine Schrumpfung der Teams erforderlich machen wird. Das bedeutet, dass Toro Rossos Wachstumsprozess schon nach nur einem Jahr überflüssig sein könnte. Doch daran, dass man nicht mehr von Red Bull beliefert werden kann, führt kein Weg vorbei.

"Wir müssen jetzt auf eigenen Beinen stehen", erklärt Tost. "Wir mussten über 60 neue Mitarbeiter anstellen. Alleine 25 für den Windkanal im englischen Bicester, weil ein solcher in Italien zu teuer wäre. Die ganze Philosophie des Teams hat sich geändert. Wer passt ins Team, wer nicht - allein dieser Prozess wird Monate dauern. Und die Angst, dass es nicht klappt, kenne ich nicht. Die einzige bange Frage ist: Können wir den Daten aus dem Windkanal trauen?"

Eine teure Angelegenheit sind übrigens auch die von der FIA vorgeschriebenen Crashtests, die der Sicherheit der Fahrer dienen. Das neue Toro-Rosso-Chassis hat die ersten Crashtests bereits absolviert: "Wir sind im Zeitplan - und haben schon zwei Millionen Euro zerstört", sagt Technikchef Giorgio Ascanelli. Denn die Teile, die bei den Crashtests gegen eine Wand geschmettert werden, sind anschließend natürlich unbrauchbar...

Fotoquelle: xpb.cc

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