Die Formel-1-Punktevergabe soll sich 2010 grundlegend ändern

Formel 1 2009

— 31.12.2009

Neuer Punktemodus: Das wäre anders gewesen

Mit dem für 2010 angedachten Punktesystem wären einige WM-Entscheidungen der vergangenen Jahre anders ausgegangen

2010 soll in der Formel 1 ein neues Punktesystem Einzug halten, das mit alten Traditionen voll und ganz brechen wird. Die ersten zehn Fahrer sollen belohnt werden, der Sieger erhält zudem 25 Punkte - nicht mehr 10 wie in diesem Jahr. Was hätte sich bei der kolportieren Verteilung von 25-20-15-10-8-6-5-3-2-1 in der Vergangenheit getan?

Einige WM-Entscheidungen der Vergangenheit wären mit dem neuen Punktesystem anders ausgefallen. Vor allem in der Zeit, als es noch Streichresultate in der Formel 1 gab, hätte es einige andere WM-Ausgänge gegeben. Aufgrund der enormen Unterschiede der Zählweisen ist das aber nicht verwunderlich.

So hätte 1964 John Surtees nicht Titel geholt, sondern Graham Hill. Ein Jahr später wären Hill und Jim Clark punktgleich gewesen - allerdings sicherte sich Clark mehr Siege. 1976 wäre Niki Lauda Weltmeister gewesen, nicht James Hunt. Dafür müsste Lauda seinen Titel 1984 an Alain Prost abtreten, der sich auch 1988 den Titel geholt hätte - und nicht Ayrton Senna. Zudem wäre es 1981 Carlos Reutemann gewesen, der den WM-Titel geholt hätte, nicht Nelson Piquet.

Interessanter sind aber die Entscheidungen, die nach dem Wegfallen der Streichergebnisse anders ausgefallen wären. Michael Schumacher hätte mit dem angedachten Punktesystem 1994 nicht den Titel geholt, sondern Damon Hill. Dafür wäre Schumacher - wenn ihm nicht alle Punkte gestrichen worden wären - 1997 Weltmeister geworden und nicht Jacques Villeneuve.

Auch Eddie Irvine könnte auf einen WM-Titel zurückblicken, denn 1999 wäre er es gewesen, der den Titel geholt hätte. In Wahrheit ging er an Mika Häkkinen. Danach wären alle Entscheidungen so ausgegangen wir im realen Umfeld.

Auch bei den Konstrukteurstiteln wären zwei Titel seit 1991 anders vergeben worden: 2000 hätte McLaren-Mercedes den WM-Titel geholt, nicht Ferrari. Ebenso 2007, auch da wäre McLaren zu Titelehren gekommen, Ferrari aber siegte in der Realität.

Fotoquelle: xpb.cc

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