Sebastian Vettel will 2010 noch mehr Champagnerflaschen sammeln

Formel 1 2009

— 31.12.2009

Vettel: "Siege machen Laune"

Sebastian Vettel über die Ziele für die kommende Saison, das Comeback von Michael Schumacher und Gelächter hinter dem Visier

In einigen Medien wurde 2009 aus der Formel 1 ab und zu bereits die "Formel Deutsch" gemacht. Das dürfte sich im kommenden Jahr kaum ändern. Sechs deutsche Piloten haben ihren Platz in der Königsklasse 2010 bereits sicher, Nick Heidfeld werden ebenfalls noch recht gute Chancen auf ein Cockpit eingeräumt. Mit Spannung darf man den "Kampf der Generationen" zwischen Michael Schumacher auf der einen und Nico Rosberg sowie Sebastian Vettel auf der anderen Seite erwarten.

"Seine Rückkehr ist zweifellos gut für die Formel 1", so Vettel in der 'Gazzetta dello Sport'. Das Comeback des Rekordweltmeisters sei das Topthema der Königsklasse, viele Fans würden sich aus diesem Grund auf die kommende Saison freuen. "Wenn aber die Motoren starten und die Saison losgeht, dann gibt es wieder wichtigere Dinge, die in den Fokus rücken werden", ist sich der Red-Bull-Hoffnungsträger sicher.

Zwar sei Schumacher im Alter von über 40 Jahren nicht mehr der Jüngste, aber als Stolperstein auf dem Weg für neue Topleistungen sehe er dies nicht, so Vettel: "Es wird vielleicht nicht einfach, aber wenn man ihn sieht, dann erkennt man doch deutlich, dass er in toller Form ist. Er war immer aktiv. Aber natürlich hängt letztlich viel von der Leistung des Autos ab. Wir müssen mal mindestens bis Bahrain abwarten, um zu erkennen, wie es sich darstellt."

"Das teaminterne Duell wird interessant werden", sagt der Heppenheimer mit Blick auf die Mercedes-Fahrerpaarung Schumacher/Rosberg. "Allein schon der Altersunterschied zwischen Nico und Michael macht es spannend. 'Schumi' bringt viel Erfahrung mit, was für das Team sicherlich ein extrem großer Vorteil sein wird."

Vettel 2010: Es gibt nur ein Ziel...

Falls das amtierende Weltmeisterteam Brawn (ab 2010 Mercedes) an die Leistungen der Vorsaison anschließen und Red Bull erneut einen schnellen Boliden auf die Räder stellen kann, könnte sich ein erstklassiger Fight zwischen Schumacher, Rosberg und Vettel entwickeln. "Einfach nur mitfahren, vielleicht hin und wieder mal aufs Podest, das gibt mir nichts", erklärt der deutsche Youngster seine Ambitionen in der 'auto motor und sport'.

Fest steht: Für Vettel zählt 2010 nur der Titel. "Ich gehe nicht so weit, dass mir das Rennfahren nur Spaß macht, wenn ich gewinne. Aber wenn ich um Platz 15 kämpfe, dann ist der Spaßfaktor schon beeinträchtigt. Da macht ein scheinbar einfacher Sieg wie in Silverstone mehr Laune. Auch wenn ich dort keinen Gegner hatte, habe ich jede Runde in meinen Helm gelacht", meint der humorvolle Red-Bull-Pilot.

In der kommenden Saison soll noch mehr gelacht werden. 2009 waren viele Aus- und Zwischenfälle mit daran Schuld, dass Vettel sich nicht gegen Jenson Button durchsetzen konnte. "Er hatte keinen Defekt, nur einen Unfall. Das muss man anerkennen. Wenn ich lediglich die Zielankünfte zähle, hat er im Schnitt 5,9 Punkte gemacht, ich aber 7,0."

Die von Vettel zitierten Zahlen unterstreichen deutlich, dass der junge Heppenheimer in vielen Rennen der vergangenen Saison siegfähiges Material hatte. Einzig in Monza sei man chancenlos gewesen, so die Einschätzung des 22-Jährigen. 2010 gelte es, den Speed in mehr Siege umzumünzen, meint der fünfmalige Grand-Prix-Sieger. "Ich kann mich noch an jeden meiner Siege erinnern. Michael Schumacher weiß bei 91 Siegen bestimmt nicht mehr in allen Details Bescheid."

Fotoquelle: GEPA

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