Felipe Massa hatte am Abschlusstag nur wenige Probleme mit dem neuen F60

Formel 1 2009

— 19.02.2009

Bahrain: Massa am letzten Tag vorn

Am letzten Testtag in Bahrain sorgt Felipe Massa für den Glanzpunkt: Knappe Bestzeit vor Nick Heidfeld und Timo Glock

Ferrari, Toyota und das BMW Sauber F1 Team haben ihren windigen und sandigen Wüstenmarathon in Bahrain beendet. Am letzten Testtag der drei Formel-1-Mannschaften auf der Grand-Prix-Strecke in Manama setzte sich Felipe Massa in 1:32.162 Minuten knapp gegen die Konkurrenz durch. Der neue Ferrari F60 lief aber auch heute wieder nicht zuverlässig. Bereits am Vormittag rollte der Vizeweltmeister mit einem technischen Defekt aus.

Diesmal entpuppte sich das Problem jedoch als absolute Kleinigkeit: Ein fehlerhaftes Kabel. Der Defekt war schnell behoben und Massa konnte sich wieder an die Arbeit begeben. Insgesamt umrundete er den Kurs von Manama am Donnerstag 113 Mal und legte damit erneut mehr als zwei Grand-Prix-Distanzen zurück. Auf dem Arbeitsplan standen Setupversuche, veschiedene Aerodynamiktests und Tests der Standfestigkeit von Motor und Getriebe.

Die Sonne brachte die Bahn in Bahrain erneut auf Temperaturen von über 30 Grad, die Reifen waren daher wieder in ihrer Haltbarkeit eingeschränkt. Starker Wind sorgte wie schon am Vortag für schwierige aerodynamische Bedingungen, die Rundenzeiten konnten daher nur wenig schneller werden. Am Ende fehlten Massa nur wenige Hundertstelsekunden auf die absolute Topzeit der Woche, die sein Teamkollege Kimi Räikkönen (1:32.102 Minuten) am Dienstag aufgestellt hatte.

Nick Heidfeld (2./1:32.225 Minuten/122 Runden) konnte sich heute ohne große Mühe durch ein reichhaltiges Testprogramm mit Aerodynamikversuchen und verschiedenen Einstellungen der Aufhängungen arbeiten. Am Ende fehlten dem Mönchengladbacher im neuen BMW Sauber F1.09 nur wenige Zeitspäne auf die Tagesbestzeit von Massa. Ein Trend verfestigt sich: Die drei Teams, die in die Wüste gingen, liegen eng beieinander.

"Die Streckenbedingungen waren heute richtig gut. Wir konnten schon einige Verbesserungen ausprobieren", verriet Heidfeld, der die Gesamtlaufleistung des neuen Boliden an allen acht Manama-Tagen auf 3.695 Kilometer hochschraubte. "Das Auto reagiert wie erwartet, also bin ich auch zuversichtlich, dass wir in die richtige Richtung arbeiten." Zum Ende der heutigen Session absolvierte Heidfeld erst Longruns, dann Startversuche.

"Auch wenn wir in der vergangenen Woche durch den Sandstrum einige Zeit verloren, war der lange Bahrain-Test sehr produktiv", freute sich der Technische Direktor Willy Rampf. "Wir konnten bei Temperaturen fahren, die wir so in Europa nicht vorgefunden hätten. Das war eine gute Vorbereitung für die ersten Rennen. Wir haben hauptsächlich am Setup gearbeitet und haben viel Erfahrung mit drei Reifenmischungen sammeln können. Außerdem gab es gute Fortschritte mit KERS. Wir haben unser Ziel erreicht und viele Daten gesammelt."

Timo Glock musste sich nach seiner Bestzeit vom Vortag diesmal ganz hinten anstellen. Der Wersauer hatte auf seiner schnellsten Runde in 1:32.445 Minuten nicht allzu viel Abstand auf die Spitze. Hatten in den vergangenen Tagen die Konkurrenten technische Probleme, so ereilte es heute auch Toyota. Mit einen Hydraulikproblem blieb Glock liegen und schaffte am gesamten Donnerstag nur 65 Runden.

"Es ist schade, dass wir an unserem letzten Tag hier so unterbrochen wurden", sagte der Toyota-Pilot. "Aber insgesamt war es dennoch ein erfolgreicher Test. Heute haben wir zwar einen Großteil der Session wegen des Hydraulikproblems verpasst und es war schade, dass wir nicht so viel fahren konnten. Aber unsere Jungs haben einen guten job gemacht, denn als ich wieder rausfahren konnte, lief es wieder prima und ich konnte noch wichtige Arbeit erledigen."

"Insgesamt haben wir in dieser Woche jede Menge Kilometer mit dem neuen TF109 abspulen können. Wir haben beim Setup gute Fortschritte gemacht und ich bin zuversichtlich, dass es genauso gut weitergehen wird", zog Glock am Ende des Wüstenausflugs eine positive Bilanz. Toyota kann offenbar auf eine gesunde Basis aufbauen, denn der Wagen war - trotz des heutigen Problems - meist zuverlässig und bei den Rundenzeiten auf einem hohen Niveau.

Die Teams werden nun die Heimreise nach Europa antreten. Die nächsten Testfahrten finden an den ersten Märztagen in Jerez statt.

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