Es läuft blendend für Toyota: Timo Glock war heute schneller als Ferrari und BMW

Formel 1 2009

— 18.02.2009

Glock trotz Gegenwind Schnellster in Bahrain

Timo Glock erzielte am vorletzten Tag der Testfahrten in der windigen Sakhir-Wüste Bestzeit - Wieder technische Probleme bei Ferrari

Was haben die drei Teams bei den Testfahrten in Bahrain nicht schon alles erlebt? Nebel machte den Auftakt, dann fielen zwei Tage wegen eines Sandsturms ins Wasser - und heute bekamen sie es nach Informationen von 'Motorsport aktuell' auch noch mit Hunden zu tun! Die Fachpublikation berichtet wegen eines vierbeinigen Streuners sogar von einer kurzen Unterbrechung der Session.

Auch zum Teil starker Gegenwind - vor allem bei Start und Ziel - beeinträchtigte das Testgeschehen, doch einer ließ sich davon nicht aus der Bahn werfen: Timo Glock. Der Toyota-Pilot stand schon zu Mittag bei mehr als 70 Runden, kam insgesamt sogar auf deren 132 und setzte in 1:32.492 Minuten auch noch die Tagesbestzeit. Damit war Glock nur um vier Zehntelsekunden langsamer als Kimi Räikkönen gestern im Ferrari.

Glock rundum zufrieden

"Ein guter Tag", bilanzierte er zufrieden. "Wir hatten keine Probleme und erledigten eine Menge. Im Mittelpunkt stand das Setup. Die Bedingungen waren wegen des Windes ein bisschen schwierig, denn der Wind kam aus einer anderen Richtung als gestern bei Jarno. Unterm Strich bin ich aber glücklich, dass wir so gut arbeiten konnten. Außerdem haben wir wiederum einige gute Richtungen gefunden, mit denen wir uns nun beschäftigen werden."

"Entzückt" über den Ausgang des heutigen Testtages zeigte sich Technikchef Pascal Vasselon: "Das war wieder ein sehr langer Tag. So langsam kommen wir immer weniger zum Schlafen, was ein gutes Zeichen ist, weil das Auto schon besser hält als unsere Körper! Aber im Ernst: Wir haben heute an allen Teilen des Autos gearbeitet, inklusive Setup, Radaufhängungen, Aerodynamik und Reifen. Das Auto ist schnell und konstant, insofern war es wieder ein interessanter Tag."

Weniger gut lief es bei den anderen beiden Teams, die heute in der Sakhir-Wüste nahe der Hauptstadt Manama testeten. Gleich zweimal blieb Nick Heidfeld stehen, neben Glock der zweite Deutsche im Testeinsatz: "Quick Nick" spulte am Vormittag ohne Probleme sein geplantes Programm ab, wurde nach der kurzen Mittagspause aber doppelt eingebremst. Davor waren Entwicklungsarbeit sowie Übungsstarts und Reifentests durchgeführt worden.

Je zwei Defekte bei Heidfeld und Massa

"Natürlich haben uns die Defekte Zeit gekostet", ärgerte sich Heidfeld, "aber ich konnte trotzdem 444 Kilometer (82 Runden; Anm. d. Red.) zurücklegen. Insgesamt sind uns in Sachen Weiterentwicklung gute Fortschritte gelungen. Wir lernen das Auto immer noch kennen und haben schon ein paar Bereiche identifiziert, in denen wir uns noch steigern können." Auf der Stoppuhr fehlten ihm 0,501 Sekunden auf Glock im Toyota TF109.

Zwischen den beiden Deutschen klassierte sich mit einem Rückstand von 0,425 Sekunden Felipe Massa im Ferrari. Der Vizeweltmeister drehte zwar 105 Runden und komplettierte unter anderem eine volle Rennsimulation, doch von Problemen blieb er keineswegs verschont: Bereits nach vier Runden rollte er mit einem Getriebedefekt aus, erst um 10:45 Uhr konnte er im reparierten F60 wieder auf die Strecke gehen. Später folgte noch ein Elektrikdefekt.

Neben der Rennsimulation bestand das Ferrari-Programm des heutigen Tages aus dem Evaluieren verschiedener Setupoptionen sowie aus dem Üben von Boxenstopps. Dabei fiel uns auf, dass das spätestens seit der Panne in Singapur berühmt-berüchtigte Ampelsystem wieder da ist. Dieses können die Ferrari-Mechaniker am morgigen letzten Testtag weiter ausprobieren. Dann werden übrigens die gleichen drei Fahrer wie heute im Einsatz sein.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.