Sitzt schon bald ein deutscher Rennfahrer in einem Silberpfeil? Wäre möglich...

Formel 1 2009

— 19.02.2009

Haug: Bald ein deutscher Fahrer bei McLaren-Mercedes?

Mercedes-Sportchef Norbert Haug würde gerne einen deutschen Piloten im McLaren-Mercedes sehen - "Was nicht ist, kann ja noch werden"

Der Traum vieler Rennsportfans könnte in naher Zukunft doch noch wahr werden: Mercedes-Sportchef Norbert Haug könnte sich durchaus vorstellen, schon in Kürze einen deutschen Rennfahrer bei McLaren-Mercedes unterzubringen. Bislang hatte der britische Traditionsrennstall auf die Verpflichtung eines Piloten aus dem Land des Motorenpartners verzichtet. Das könnte sich laut Haug allerdings schon bald ändern. Ein Deutscher bei McLaren-Mercedes wäre nicht zuletzt eine gute Werbefigur.

"Es ist ja nicht so, dass wir keinen deutschen Fahrer in unserem Auto wollen", sagte Haug gegenüber 'Bild'. "Ganz im Gegenteil: Vor seinem Wechsel zu Ferrari hätten wir uns fast mit Michael Schumacher geeinigt, aber am Ende fehlte der gemeinsame Nenner", erläuterte der Mercedes-Sportchef. Mitte der 1990er-Jahre scheiterte ein Deal mit den Silberpfeilen offenbar an den persönlichen Sponsoren Schumachers - Lewis Hamilton genießt dabei übrigens eine Sonderstellung.

"Im vergangenen Jahr gab es Gespräche mit Nico Rosberg und Sebastian Vettel, doch deren Vertragssituation war so klar, dass es keine Möglichkeiten gab. Wir sind im Moment aber auch sehr, sehr glücklich mit unseren Piloten Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen", meinte Haug und fügte an: "Wir haben ein sehr starke Paarung." Nichtsdestotrotz könnte bei Silber über kurz oder lang ein deutscher Fahrer zum Zuge kommen.

"Was nicht ist, kann ja noch werden", sagte Haug. "Unser Wunsch und Ziel ist es, in drei bis vier Jahren einen deutschen Top-Fahrer im McLaren-Mercedes zu sehen. Die Aufmerksamkeit, die wir im Erfolgsfall dann noch zusätzlich bekämen, wäre sicherlich riesig. Wir sehen ja jetzt auch, was in England wegen Lewis Hamilton los ist", verwies der 56-Jährige auf den Megahype um den jüngsten Weltmeister aller Zeiten.

Doch auch Youngster Vettel hat es dem Mercedes-Sportchef angetan: "Ich halte ihn für einen sehr authentischen und jetzt schon sehr, sehr starken Fahrer. Er vereint Talent und Arbeitswillen wie nur ganz wenige. Er lernt unglaublich schnell. Michael Schumacher war da sicher ähnlich. Ich traue auch Red Bull schon in diesem Jahr eine Menge zu, die sind gesund gewachsen. Sebastian wird bereits in dieser Saison zu guten Ergebnissen in der Lage sein."

Diese soll auch Ralf Schumacher in der DTM einfahren, sitzt der ehemalige Formel-1-Fahrer 2009 doch in einer aktuellen C-Klasse. Bruder Michael war zuletzt hingegen mehr auf zwei denn auf vier Rädern unterwegs und sorgte unlängst mit einem Sturz für Schlagzeilen. "Für einen Laien wirkt das natürlich sehr heftig, was Michael da in letzter Zeit bei einigen Abflügen erlebt hat. Das muss man schon sagen, das waren zum Teil schlimme Bilder", gab Haug zu Protokoll.

"Aber Michael selbst ist natürlich kein Laie. Er kann selbst am allerbesten einschätzen, wie groß die Gefahr ist. Er ist ein Vollblutrennfahrer und weiß genau, was er tut. Jeder, der Michael ein bisschen besser kennt, hat natürlich extremes Vertrauen in ihn und seine Fähigkeiten", stärkte Haug dem siebenmaligen Formel-1-Weltmeister abschließend den Rücken und merkte an: "Da muss sich niemand Gedanken machen."

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