Beleidigt: Das Ex-Honda-Team verzichtet auf die Hilfe von Bernie Ecclestone

Formel 1 2009

— 22.02.2009

Honda-Rettung: Ecclestone ist aus dem Spiel

Nick Fry und Ross Brawn haben offenbar finanzielle Unterstützung von Bernie Ecclestone für die Rettung des Honda-Teams ausgeschlagen

Genau fünf Wochen vor dem Saisonauftakt im australischen Melbourne ist die Zukunft des ehemaligen Honda-Teams immer noch ungeklärt. Zwar kamen in den vergangenen Tagen Gerüchte um eine mögliche Übernahme durch die Virgin-Gruppe von Richard Branson auf, doch konkretisiert hat sich bisher nichts.

Eine Option bleibt weiterhin eine Managementübernahme durch Geschäftsführer Nick Fry und Teamchef Ross Brawn. Die beiden schnüren hinter den Kulissen gerade ihr eigenes Paket, um den Rennbetrieb zu sichern, verzichten dabei aber auf die Unterstützung von Bernie Ecclestone. Der Formel-1-Promoter hatte den beiden bekanntlich angeboten, millionenschwere Auszahlungen aus dem Einnahmentopf der Königsklasse vorzuschießen, um das Team zu retten.

Kein Interesse an Finanzhilfe

Doch Fry und Brawn sind daran offenbar nicht interessiert: "Ich habe versucht, ihnen bei der Managementübernahme zu helfen. Sie hätten annehmen sollen, was ich angeboten habe", erklärte Ecclestone gegenüber 'News of the World'. "Es war für alle Beteiligten ein sehr gutes Angebot. Sie wären damit komplett geschützt gewesen, aber sie wollen das Ding lieber alleine durchziehen. Jetzt können wir nur noch hoffen und beten."

Laut der Zeitschrift wäre eine Voraussetzung für Ecclestones Hilfe gewesen, Bruno Senna ins zweite Cockpit neben Jenson Button zu setzen. Der Brasilianer mit dem klingenden Namen hätte angeblich die Sponsoren Petrobras und Embratel mitgebracht, während Fry und Brawn je 17,5 Prozent des gut 700 Mann starken Rennstalls mit Sitz im britischen Brackley übernommen hätten. Im Moment stehen die Zeichen jedoch eher auf eine Weiterverpflichtung von Rubens Barrichello.

Ecclestone besorgt

Ecclestone macht sich langsam Sorgen, ob das Team beim ersten Rennen am Start sein wird, wovon noch vor ein paar Wochen fast alle Branchenkenner ausgegangen sind: "Entweder sie ziehen die Managementübernahme durch, sie verkaufen an Richard Branson oder sie sperren einfach zu. Das Dumme ist, dass wir Bruno haben, der fahren möchte. Es wäre für alle fantastisch, den Namen Senna wieder in der Formel 1 zu haben."

Um seine TV-Verträge muss der Zampano der Königsklasse nicht zittern - die wackeln erst ab weniger als 16 Autos auf dem Grid. Auch der Abgang von Honda sei zu verkraften, so der 78-jährige Brite: "Wenn wir McLaren oder Ferrari oder jemanden wie BMW verloren hätten, dann hätten sich die Leute gefragt, was da los ist. Ich glaube aber nicht, dass das bei Honda der Fall sein wird. Allzu viel haben die vergangenes Jahr ja nicht gerissen..."

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.