Jedem Fahrer stehen in der Formel-1-Saison acht Motoren zur Verfügung

Formel 1 2009

— 23.02.2009

FIA konkretisiert Regeln für Motoren

Die FIA will die Triebwerks-Regeln in der Formel 1 noch einmal nachbessern: Keine Motorenwechsel am Samstag vor dem Qualifying

Die Regeln bei der Nutzung von Motoren in der neuen Formel-1-Saison haben sich grundlegend geändert. 2009 stehen den Teams pro Fahrzeug acht Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung, eine Strafe wird erst dann fällig, wenn der neunte Treibsatz eingebaut werden muss. Wann allerdings welcher Motor in welchem Auto steckt, hielten die Regelhüter der FIA bisher offen. Den Teams war ein munteres Wechselspiel bislang erlaubt.

Doch nun will man präventiv eingreifen. Zwischen dem dritten Freien Training und dem Qualifying am Samstag sollen Motorenwechsel nun doch verboten werden. Nach Informationen von 'autosport.com' soll ein entsprechender Beschluss noch im Verlauf dieser Woche abgesegnet werden. Die Initiative für eine solche Konkretisierung des Regelwerks geht von den Teams aus. "Bislang könnte man nach der dritten Session wechseln und es gäbe genügend Gründe, die dafür sprächen", wurde Renault-Chefingenieur Pat Symonds von 'autosport.com' zitiert.

"Alle Teams, mit denen ich gesprochen habe, waren der Ansicht, dass eine solche Offenheit bei den Regeln eigentlich unserer Grundausrichtung widerspricht", schilderte Symonds weiter. Für den gleichzeitigen schnellen Wechsel der Motoren beider Fahrzeuge müsste man mehr Personal mit an die Strecke bringen - genau dies will man im Zuge der Sparmaßnahmen gerade nicht tun. "Wenn uns im Training ein Motor kaputtgeht, haben wir natürlich genügend Leute für einen Wechsel. Aber für den schnellen Umbau beider Autos bräuchten wir mehr Personal. Das wollen wir nicht."

Die neuen Freiheiten beim Einsatz der Triebwerke könnten zu wilden Auswüchsen führen, kritisierte Symonds. "Du baust für Samstag einen neuen Motor ein. Dann dreht sich der Fahrer im Qualifying und steht weit hinten. Dann kannst du natürlich sagen, dass du einen ganz alten Motor einbaust, weil das Wochenende sowieso schon nicht gerade gut läuft. Oder es regnet am Samstag. Dann baust du eine alte Maschine ein, weil du ohnehin nicht so hoch drehen musst."

"Das könnte alles ganz schnell aus dem Ruder laufen", argumentierte Symonds. "Hoffentlich können wir da jetzt etwas Sinn hineinbringen." Die zuständige FIA-Arbeitsgruppe wird im Verlauf dieser Woche in Nizza tagen. Dort soll zumindest das Verbot von Motorenwechseln zwischen dem dritten Freien Training und der Qualifikation verabschiedet werden.

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