Hat überhaupt keine Lust auf eine Rückkehr in die Formel 1: Montoya

Formel 1 2009

— 21.02.2009

Montoya ein Thema für USF1?

Die Berichte über das geplante USF1-Team erreichen die NASCAR-Szene - Juan Pablo Montoya hat von dem Projekt noch nichts gehört

Die von 'Motorsport-Total.com' enthüllte Story über das USF1-Team von Ken Anderson und Peter Windsor, das 2010 in die Königsklasse einsteigen will, erreicht dieser Tage auch die NASCAR-Szene. In diversen Interviews werden nun natürlich viele Fahrer darauf angesprochen, ob sie sich einen Wechsel nach Europa grundsätzlich vorstellen könnten.

Ein NASCAR-Name, den man nach wie vor instinktiv mit der Formel 1 in Verbindung bringt, ist Juan Pablo Montoya. Der Kolumbianer hat McLaren-Mercedes 2006 im Unfrieden verlassen und fährt seither im Sprint-Cup, in dem er sich bisher nicht hundertprozentig durchsetzen konnte. Zwar hat er 2007 in Sonoma auf einer untypischen Rundstrecke schon ein Rennen gewonnen, im meisterschaftsentscheidenden Chase der Topfahrer war er aber noch nie dabei.

Montoya von Medienberichten überrascht

Doch Montoya, der um die Hüften in den vergangenen Jahren ein paar Kilogramm zugelegt hat, betont immer wieder, dass er sich lieber in den USA durchbeißen als in die Formel 1 zurückkehren will. So kommt es auch nicht weiter überraschend, dass er vom USF1-Projekt noch nichts gehört hat: "Ich wusste nicht einmal, dass es hier ein Team geben soll", zeigte er sich am Rande des NASCAR-Wochenendes in Fontana überrascht.

Theoretisch würde auch A.J. Allmendinger für die Formel 1 in Frage kommen: Der US-Boy wurde seinerzeit durch ein Red-Bull-Nachwuchsprogramm entdeckt, feierte in der ChampCar-Serie einige beachtliche Erfolge, wechselte dann aber ins Stockcar, in dem er meistens hinterherfährt. Doch Allmendinger verspürt trotz des mangelnden Erfolgs und trotz der noch ungesicherten Saison 2009 keine große Lust auf die Formel 1.

Sag niemals nie...

"Ich konzentriere mich nicht darauf", sagt er. "Natürlich hat es einen Reiz, das hat jedes Rennauto. Einen Formel 1 bin ich noch nie gefahren, also wäre es reizvoll, aber es ist nicht das, worauf ich mich ausrichte." Kategorisch ausschließen will er einen Wechsel zu USF1, sollte sich eine Möglichkeit ergeben, aber nicht: "Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass man gar nichts ausschließen sollte. Man nickt einfach und sagt: 'Kann sein.'"

Dass die nordamerikanischen Medien nun einen Topstar nach dem anderen um Statements zum USF1-Projekt bitten und diese großen Namen am liebsten schon ins Cockpit schreiben würden, ist ebenso nachvollziehbar wie falsch. Anderson und Windsor wünschen sich zwar tatsächlich einen amerikanischen Fahrer, suchen aber eigenen Angaben nach eher nach einem jungen Kandidaten, der in den europäischen Formelserien groß geworden ist.

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