Multimilliardär Richard Branson ist für alles zu haben, was ihm Spaß macht

Formel 1 2009

— 21.02.2009

Branson zeigt Interesse, stellt Bedingungen

Virgin-Milliardär Richard Branson zeigt Interesse an einem Formel-1-Einstieg, stellt aber zwei wichtige Bedingungen an Bernie Ecclestone

36 Tage vor dem Grand Prix von Australien hat Honda noch immer keinen Käufer für sein Formel-1-Team gefunden. Allerdings wurde in den vergangenen Tagen ein klingender Name heiß gehandelt: Die Virgin-Gruppe des charismatischen Multimilliardärs Richard Brandson kann sich angeblich eine Übernahme der Honda-Anteile vorstellen.

Nun meldete sich erstmals Branson selbst in der Angelegenheit zu Wort - und das zunächst ziemlich kurz angebunden: "Um ganz ehrlich zu sein: Selbst wenn wir drauf und dran wären, Honda zu übernehmen, wäre da bestimmt eine Klausel, die besagen würde, dass ich nicht darüber sprechen darf", so der Virgin-Boss zur 'BBC'. Doch wirklich gar nichts preiszugeben, das brachte der extrovertierte Geschäftsmann dann doch nicht übers Herz.

Schwerpunkt auf Umwelttechnologien

"Ich liebe die Formel 1", sagt er, "aber es gibt Fehler, die erst korrigiert werden müssen, bevor wir einsteigen. Wir müssten sicher sein, dass Bernie Ecclestone am Ruder ist, dass es sich für die Teams rechnet und dass die Formel 1 auf dem Weg in Richtung grüne Technologien ist. Im Moment ist sie nicht sonderlich grün. Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor Virgin in den Grand-Prix-Sport einsteigt."

Er selbst sei ein glühender Formel-1-Fan, so Branson, der zuletzt im Vorjahr in Italien als Gast von Force India bei einem Grand Prix dabei war. Auch als Sponsor kennt er die Königsklasse schon: 2002 unterstützte Virgin das Jordan-Team, seit einigen Jahren wird Takuma Sato gesponsert, Eddie Irvine schreibt für die Virgin-Gruppe eine Formel-1-Kolumne. Aber ein eigenes Team zu übernehmen, das wäre klarerweise ein viel größerer Schritt.

Nur profitables Projekt ein Thema

Branson hat ungeachtet dessen Blut geleckt: "Es würde schon Spaß machen. Wenn die von mir genannten Voraussetzungen erfüllt werden, dann bekommen wir vielleicht etwas auf die Beine gestellt. Virgin macht oft Sachen, die andere nicht machen", so der unternehmungsfreudige Brite. Aber Geschäftsmann bleibt Geschäftsmann, sodass eine weitere Bedingung erfüllt werden muss: "Wir würden nur einsteigen, wenn es für uns profitabel ist."

Als Werbeträger wären zwei Formel-1-Autos, die Fans auf der ganzen Welt zu Gesicht bekommen, jedenfalls bestens geeignet. Das weiß Branson genau: "Die Formel 1 ist in Regionen wie Indien und China und im Fernen Osten sehr populär, auch in vielen europäischen Ländern. Angesichts der Expansion der Marke Virgin auf globaler Basis wäre ein Engagement sicher eine attraktive Variante", zeigt er Interesse.

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