Nico Hülkenberg hat bereits über 4.500 Testkilometer im Williams auf dem Tacho

Formel 1 2009

— 26.02.2009

Hülkenberg: Der Weg ist vorgegeben

Nico Hülkenberg wird mit großer Wahrscheinlichkeit 2010 den Sprung in einer Formel-1-Renncockpit schaffen - Sechs Deutsche in der Königsklasse?

Wer von Willi Weber gemanagt wird, in der GP2 starke Leistungen zeigt und gleichzeitig bereits Erfahrungen als Testpilot sammeln durfte, ist ganz sicher nicht mehr weit von einem festen Cockpit in der Formel 1 entfernt. Auf Nico Hülkenberg treffen all diese Dinge zu. Der 21-Jährige ist auf einem konsequenten Weg nach ganz oben. Beeindruckend: Der Emmericher brauchte nur drei Anläufe in der GP2 Asia, um den ersten Sieg einzufahren.

"Ich will 2010 bei Williams bleiben und für sie Rennen fahren", unterstrich Hülkenberg seine Ambitionen im Interview mit 'formula1.com' noch einmal in aller Deutlichkeit. Bis dorthin wird der junge Weber-Schützling eine komplette Saison in der GP2 absolvieren - ausgerechnet im ART-Team, welches in den vergangenen Jahren Abonnent auf Topergebnisse war. "Ich bin in den vergangenen zwei Jahren mit ART in der Formel-3-Euroserie gewesen und habe im vergangenen Jahr mit denen den Titel geholt."

Willi Weber nahm den Blondschopf nach dessen Premierensieg in der A1GP-Serie unter Vertrag. Eigentlich wollte der Manager von Michael Schumacher keine weiteren Talente unter seine Obhut nehmen, doch bei Hülkenberg machte er eine Ausnahme. "Ich denke, er sieht einen jungen Fahrer mit viel Potenzial, der ihm seine Rente absichern kann", scherzte Hülkenberg über seine geschäftliche Beziehung zu Weber.

Die bisherigen Testkilometer mit dem Formel-1-Boliden von Williams haben dem 21-Jährigen beim Umstieg von der Formel 3 in die deutlich schnellere GP2 sicherlich geholfen. Sollten die Leistungen stimmen, wäre ein Aufstieg in ein Williams-Renncockpit 2010 logisch. Angeblich hat Weber einen entsprechenden Vorvertrag bereits ausgehandelt. Dann würde Hülkenberg voraussichtlich ein deutsches Sextett in der Formel 1 komplettieren.

"Ich glaube, es gibt keine Regeln oder Beschränkungen, die besagen, dass es nicht mehr als fünf Deutsche gleichzeitig in der Formel 1 geben darf", reagierte Hülkenberg selbstbewusst auf die Statistik. Zwar gab es in der gesamten Formel-1-Geschichte noch nie einen Grand Prix mit sechs deutschen Startern, aber dafür brachten die 1950er-Jahre mit den vielen einzelnen Privateinsätzen ganz andere Zahlen: 1952 nahmen am Grand Prix von Deutschland zwölf Lokalmatadoren teil, ein Jahr später waren es an gleicher Stelle sogar 14 Deutsche Piloten .

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.