Frank Williams ist "vorsichtig optimistisch" in seinen Erwartungen für 2009

Formel 1 2009

— 27.02.2009

Williams-Führung gibt sich "vorsichtig optimistisch"

Frank Williams und Sam Michael sehen die Chancen, die sich Williams in diesem Jahr bieten, hüten sich aber vor verfrühten Erfolgsprognosen

Während die beiden Williams-Piloten Nico Rosberg und Kazuki Nakajima voller Enthusiasmus in die neue Saison gehen, gibt sich die Teamführung etwas zurückhaltender. Vor allem Rosberg sieht in den Regeländerungen eine "fantastische Chance" für sein Team, er will gemeinsam mit Williams an die Spitze. Auch Nakajima gibt sich nach den bisherigen Testfahrten "sehr optimistisch". Teamchef Frank Williams und Technikchef Sam Michael gehen ebenfalls in guter Stimmung in die neue Saison und sehen Chancen für das Team, verfrühte Erfolgsprognosen möchten die beiden aber nicht abgeben.

Technikchef Michael sieht bisher kein Team im Vorteil. "In diesem Jahr haben wir massive Regeländerungen und wenn man sich die bisherigen Tests anschaut, trennen die Teams bisher nicht mehr als ein paar Zehntelsekunden", sagte er beim Medientag in der Williams-Fabrik in Grove. "So war es bei den drei Teams, die in Bahrain getestet haben und so war es bei den übrigen Teams in Jerez - so sieht es also derzeit aus."

"Es gibt kein Team, das eine Sekunde schneller ist als alle anderen", beurteilt Michael die Lage, nachdem alle wegen des neuen Reglements weitgehend bei Null anfangen mussten. "Damit können wir uns berechtigte Hoffnungen machen, dass es sehr eng zu gehen wird. es heißt aber auch, dass ein oder zwei Zehntelsekunden, die man findet, den Unterschied ausmachen können."

Michael rechnet damit, dass sich alle Teams mit weiteren Entwicklungen in den nächsten Wochen noch steigern können. "Ich denke, dass alle noch um zwei oder drei Zehntelsekunden zulegen werden", erklärte der Technikchef. "Bei den nächsten Tests fahren wir alle zusammen, da werden wir dann alle gleichzeitig auf derselben Strecke sehen. Ich denke aber, dass es wieder Veränderungen geben kann, weil die Leute weiter an KERS, Gewichtsverteilung, Setup und Aerodynamik arbeiten. Deshalb kann man in Melbourne schon wieder drei Zehntel hinten liegen, auch wenn man jetzt noch zwei Zehntel besser ist."

Neue Finnen am Cockpitrand

Williams setzt bei der Suche nach den entscheidenden Zehnteln auf neue segelartige Flügelchen am Cockpit des FW31, die den Luftstrom noch besser über das Auto leiten sollen. "Man nennt sie 'Skate Fins', weil sie so ähnlich sind wie eine Finne am Surfbrett", erklärte Michael. "Wir werden sie wahrscheinlich dran lassen, aber wie alle anderen Teilen können sie noch weiterentwickelt werden. Es kann also sein, dass wir die Form noch verändern oder dass wir sie wieder ganz entfernen."

Teamchef Williams hofft natürlich, dass seine Mannschaft dank der neuen Chancengleichheit nach enttäuschenden Jahren wieder nach vorn kommt. Er hält sich jedoch britisch vornehm zurück. Er sei "vorsichtig optimistisch", erklärte Williams, "aber wir haben noch nicht gesehen, was die anderen so gemacht haben."

"Die Autos haben sich im Vergleich zum Vorjahr sehr verändert, damit haben alle die Chance, Boden gut zu machen, wenn sie bisher zurückgelegen sind", fuhr Williams fort. "Wir könnten in den ersten Tests also ein paar Überraschungen erleben, aber nichts Dramatisches. Obwohl es im Feld durchaus einiges an Bewegung geben kann."

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