Danica Patrick wird oft mit dem neuen USF1-Team in Zusammenhang gebracht

Formel 1 2009

— 28.02.2009

USF1: Windsor zweifelt an Patrick

Die Chancen von Danica Patrick auf ein USF1-Cockpit scheinen zu schwinden - Bisher haben keine Gespräche stattgefunden

Der Traum vieler Formel-1-Fans scheint nicht in Erfüllung zu gehen. Schon kurz nachdem die Pläne von Peter Windsor und Ken Anderson für das neue USF1-Projekt bekannt wurden, war Danica Patrick eine heiß gehandelte Aktie auf dem amerikanischen Fahrermarkt. Nach 1992 endlich wieder eine Frau in der Königsklasse - das dürfte auch genau nach dem Geschmack von Promoter Bernie Ecclestone sein. Doch die USF1-Macher sehen das scheinbar etwas anders.

"Bei allem Respekt für Danica Patrick. Sie hat wirklich tolle Dinge erreicht und wäre sicherlich auch im Sinne der Promotion ein gutes Zugpferd", sagte Windsor im Interview mit 'formula1.com'. "Sie war in Großbritannien gut in der Formel Ford, kennt auch die europäische Rennszene sicherlich, und sie war bislang in allen Klassen erfolgreich", lobte der britische Sportdirektor des neuen Teams.

Dann formulierte Windsor ein entscheidendes Aber: "Man muss sich doch mal ernsthaft fragen: Wenn sie wirklich dermaßen gut für die Promotion ist, warum hat sie dann bisher noch kein anderes Formel-1-Team unter Vertrag genommen?" Aus den Worten des USF1-Verantwortlichen hört man deutliche Zweifel an einer möglichen Verpflichtung der Rennamazone. Dabei war Patrick ihrem ersten Formel-1-Test schon einmal sehr nahe: Nach ihrem Motegi-Sieg in der IndyCar-Serie sollte sie ursprünglich einen Honda-Test bekommen.

Während Windsor seinen Optmismus erneut zum Ausdruck brachte, dass man mit amerikanischen Mitteln ein Formel-1-Team erfolgreich betreiben könne, gab es weitere Worte des Zweifels. Zwar habe man die nötigen Finanzen zum Aufbau des Autos und Teams parat, aber es fehlen noch Sponsoren, die den Betrieb ab 2010 sichern sollen. Auf die Frage, ob er sich Szenarien vorstellen könnte, die einen Start 2010 unmöglich machen, antwortete er: "Ja, sogar hunderte solcher Szenarien. Aber die sind nicht anders als jene, die auch alle anderen Teams vom Start 2010 abhalten könnten."

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