Simon Roberts verspricht sich viel vom McLaren-Mercedes-KER-System

Formel 1 2009

— 01.03.2009

Roberts: "Fühlen uns nicht unterbesetzt"

Geschäftsführer Simon Roberts sieht Force India für die neue Formel-1-Saison bestens gerüstet und baut auf die neue Partnerschaft mit Silber

Force India hat sich in der Winterpause der Formel 1 neu aufgestellt und mit McLaren und Mercedes zwei neue Partner bekommen. Demnach können Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella in dieser Saison auf Mercedes-Motoren und McLaren-Getriebe zurückgreifen - und stehen auch bei KERS auf der Pole-Position. Wie Geschäftsführer Simon Roberts erläuterte, verspricht man sich bei Force India einiges von dieser technischen Partnerschaft und rechnet mit einem kleinen Sprung im WM-Klassement.

"Es ist ja so, dass alles durcheinander geraten ist, weil es neue Regeln gibt. Bei den Wintertestfahrten sieht zudem alles sehr eng aus", sagte Roberts gegenüber 'Autosport.com'. "Wir sind realistisch und wollen Punkte, wenn wir die Gelegenheit dazu erhalten. Wir müssen nicht mehr länger unser eigenes Getriebe designen und herstellen, daher können wir diese Ressourcen schon einmal in andere Bereiche des Wagens stecken."

"Wir hatten schon zuvor Kundenmotoren im Einsatz und denken daher, dass wir die richtige Anzahl von Leuten an den richtigen Baustellen haben. Wir fühlen uns jedenfalls nicht unterbesetzt", erläuterte der ehemalige Angestellte von McLaren-Mercedes, der mit rasanten Fortschritten bei den einzelnen Rennställen rechnet. "Wir werden erleben, dass sich die Autos recht schnell weiterentwickeln werden."

"Zu Beginn werden einige Teams in der glücklichen Lage sein, ein gutes und konkurrenzfähiges Paket zu haben - andere werden eher unglücklich sein. Aber wie auch immer der Start verläuft - die Leute werden schnell die Bereiche am Auto erkennen, wo man einen Vorteil gewinnen und auf die Konkurrenz aufholen kann", meinte Roberts. "Es wird darum gehen, wie schnell man Änderungen durchführen kann."

"Vielleicht haben wir ja Glück und unser Wagen zeigt sich vom Start weg in ausgezeichneter Form. Wenn sich unsere Erwartungen bestätigen, dann landen wir im Mittelfeld. Dann wird es darum gehen, hart zu arbeiten, um dort zu bleiben. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht", erläuterte der leitende Geschäftsführer von Force India. Auch in Punkto KERS möchte man den Wettbewerbern 2009 einen Schritt voraus sein.

"Dieses Thema schauen wir uns im Moment an", sagte Roberts. "Wir haben die Möglichkeit, das gleiche KERS-Paket wie McLaren-Mercedes einzusetzen. Aktuell interessiert und aber vor allem der Leistungszugewinn. Wir erwarten, dass es im Saisonverlauf immer wichtiger werden wird, ein konkurrenzfähiges KER-System zu haben", stellte der Brite einen Einsatz der großen Neuerung in Aussicht.

"Zu Beginn werden wohl viele Teams damit zu kämpfen haben, das volle Potential davon auszuschöpfen. Ab Mitte der Saison wird KERS das große Zünglein an der Waage sein - und dann werden wir gut positioniert sein", erklärte Roberts abschließend. Zunächst allerdings wollen die ersten Testfahrten erfolgreich absolviert sein. Dabei wird Force India erst in Jerez und später in Barcelona unterwegs sein.

Fotoquelle: XPB.CC

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