Massa fordert weiterhin die Austragung von Testfahrten während der Saison

Formel 1 2009

— 04.03.2009

Massa fordert WM-Punkte für Testevents

Revolutionäre Idee von Felipe Massa: Der Ferrari-Star fordert kürzere Rennen und eine Streichung des Freitags, dafür aber Tests während der Saison

Morgen will die Teamvereinigung FOTA in Genf ihre Pläne zur Reformierung der Formel 1 vorstellen. Erwartet werden vor allem Maßnahmen zur Senkung der Kosten und zur höheren Beteiligung der Teams an den Einnahmen. Doch bereits im Vorfeld der Pressekonferenz von Luca di Montezemolo hat Felipe Massa eine revolutionäre Idee präsentiert.

Der Ferrari-Pilot findet, dass alle, "also auch wir Fahrer", an der Formel-1-Reform beteiligt werden sollten. Sein eigener Beitrag dazu betrifft das Testverbot während der Rennsaison, das er am liebsten wieder abschaffen würde. Stattdessen will Massa die seiner Meinung nach überflüssigen Freitagstrainings streichen und die Renndistanzen kürzen. Dafür könnte man im Sommer eine Art Testmeisterschaft austragen, die zur WM-Wertung zählt.

"Ich bin für kürzere Rennen, denn in den letzten 15 Runden passiert meistens nichts mehr", erklärte Massa in Jerez. "Der Freitag ist nicht so wichtig für die Show, also reicht ein Training am Samstagmorgen. Dafür machen wir zwei, drei oder vier Testsessions während der Saison, die nicht zusammenhängen - und daraus machen wir eine Testmeisterschaft. Der Sieger könnte Bonuspunkte für die Weltmeisterschaft bekommen oder was auch immer."

Die Vorteile für ein solches Szenario liegen nach Ansicht des Vizeweltmeisters auf der Hand: "Die Sponsoren würden sich viel mehr für die Tests interessieren, außerdem würde es die Weltmeisterschaft aufwerten. Mehr Medien würden zu den Tests kommen. Es wären einfach für alle interessante Sessions. Man könnte zum Beispiel am Vormittag normal testen und dann am Nachmittag einen Bewerb im Stile eines Qualifyings austragen."

Das Wertungssystem der Formel 1 sorgt also weiterhin für Diskussionen. Zuletzt hat Bernie Ecclestone vorgeschlagen, die konventionelle Punktevergabe durch einen Medaillenspiegel wie bei den Olympischen Spielen abzulösen. Zunächst einmal wartet die Szene jedoch die Pressekonferenz der FOTA ab, die mit Spannung erwartet wird. Vielleicht präsentieren die Teams ja schon morgen ganz andere Ansätze.

Fotoquelle: XPB.CC

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