Lebenszeichen von Nick Heidfeld: Bestzeit am letzten Testtag in Jerez

Formel 1 2009

— 05.03.2009

Weltmeisterliche Unfälle zum Testabschluss

Abflüge von Kimi Räikkönen und Lewis Hamilton prägten den letzten Testtag in Jerez - Erste Bestzeit dieses Winters für Nick Heidfeld

Mit einem Paukenschlag endeten heute die fünftägigen Testfahrten im südspanischen Jerez de la Frontera: Nicht nur, dass Nick Heidfeld ein erstes Lebenszeichen des BMW Sauber F1 Teams setzte, sorgten Kimi Räikkönen (Ferrari) und Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) auch noch für weltmeisterliche Schrecksekunden.

Der Tag begann schon vermurkst, als die 4,428 Kilometer lange Strecke wieder einmal nass war. Aufgrund des bewölkten Himmels trocknete das Asphaltband nur langsam auf - und die Bedingungen waren entsprechend schwierig. Dabei hatte die erste rote Flagge des Tages nichts mit dem Wetter zu tun: Hamilton, wieder einmal mit dem 2008er-Heckflügel unterwegs, musste wegen eines Defekts schon nach knapp einer Stunde erstmals abgeschleppt werden.

Für den amtierenden Champion sollte das aber nicht der einzige Schock bleiben: Kurz vor 16:00 Uhr rutschte sein McLaren-Mercedes bei hoher Geschwindigkeit von der Strecke. Es kam zu einem leichten Einschlag, bei dem der Heckflügel abrasiert wurde. Hamilton selbst blieb unverletzt und wurde mit einem Streckenfahrzeug zurück an die Box gebracht. Seine Bilanz in Zahlen: 1,220 Sekunden Rückstand, 58 Runden, dritter Platz.

Nicht viel besser erging es dem zweiten Weltmeister im Testeinsatz: Räikkönen raste in der achten Kurve mit stehenden Rädern quer über das Kiesbett, blieb knapp vor dem Reifenstapel stecken und hatte Glück, dass sein Ferrari F60 nicht entscheidend beschädigt wurde. Dem Finnen unterlief dieses Missgeschick schon am frühen Nachmittag, als es stellenweise noch feucht war. Im Zeitenklassement landete er nach 112 Runden mit 0,362 Sekunden Rückstand an zweiter Stelle.

In der Aufregung um die Patzer der Superstars ging die Bestzeit von Heidfeld, die erste des BMW Sauber F1 Teams in diesem Winter, fast unter. "Quick Nick" knackte zwar die 1:20er-Barriere wegen der mäßigen Bedingungen nicht, setzte aber eine Bestzeit von 1:20.052 Minuten. Mit 123 Runden war der Deutsche auch der fleißigste Mann des letzten Tages in Jerez, weil einige Teams aufgrund des Wetters Kilometer sparten.

Relativ weit abgeschlagen belegten Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 2,167/47 Runden) und Kazuki Nakajima (Williams-Toyota/+ 2,174/54 Runden) auf den Positionen vier und fünf. Sechster und Letzter wurde nach einem technischen Defekt am Nachmittag Jarno Trulli (Toyota/+ 3,067/38 Runden). Renault und Force India haben schon gestern Abend zusammengepackt und beteiligten sich heute nicht mehr am Testgeschehen.

Fotoquelle: xpb.cc

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.